Logo von ZyngaZynga hat erneut mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Das US-amerikanische Unternehmen führt aktuell offenbar umfangreiche Umstrukturierungen durch, in Folge derer mehrere Studios, unter anderem in L.A., New York, Austin und Dallas geschlossen wurden. Aktuellen Meldungen zufolge verloren dabei rund 520 Mitarbeiter ihren Job.

Nicht die ersten Entlassungen bei Zynga

Dies ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen Mitarbeiter entlassen musste. Bereits im Oktober vergangenen Jahres musste der finanziell angeschlagene Betreiber von Social Games im Zuge interner Umstrukturierungen über 100 Arbeitsplätze streichen. Als Folge stampfte man im Januar dieses Jahres insgesamt 11 Spiele ein, um die Ausgaben so niedrig wie möglich zu halten.

Nur einen Monat später, im Februar 2013 kam es nach der Schließung des Studios in Baltimore erneut zu Entlassungen, bei denen rund 30 Mitarbeiter ihren Hut nehmen mussten.

Nachdem man durch Spiele wie Farmville 2 im April wieder schwarze Zahlen schrieb und einen Gewinn in Höhe von 4,1 Millionen US-Dollar erzielen konnte, hat Zynga nun offenbar erneut mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und musste seine Studios in New York, Los Angeles, Austin und Dallas schließen. An die 520 weiteren Mitarbeiter verloren dabei laut dem Online-Magazin Joystiq ihren Job. Das macht rund 18 Prozent der gesamten Belegschaft des Unternehmens aus.

„Keiner von uns hat jemals damit gerechnet, mit einem Tag wie heute konfrontiert zu werden, vor allem nicht, da sich so vieles in unserer Kultur um Wachstum drehte“, schrieb Zynga-CEO Mark Pincus auf dem Company Blog. „Aber ich glaube, wir alle wissen, dass dies notwendig ist, um voranzukommen. Die Größe [des Unternehmens], die uns beim Aufbau und der Bereitstellung des führenden Social-Gaming-Services im Web so dienlich war, macht es uns nun schwer, erfolgreich eine Führungsrolle auf den mobilen und Multi-Plattformen zu übernehmen, wo in Zukunft Social Games gespielt werden.“

Im zweiten Quartal des Jahres rechnet das Unternehmen erneut mit einem weiteren Verlust von 28,5 bis 39 Millionen US-Dollar. Durch die aktuellen Umstrukturierungsmaßnahmen hofft man, rund 80 Millionen US-Dollar einzusparen und die Firma wieder auf Kurs zu bringen.

Mitarbeiter offenbar ahnungslos

Unterdessen meldet sich eine enttäuschte Mitarbeiterin via Twitter zu Wort und deutete an, dass Zynga seine Angestellte offenbar gar nicht erst über die finanzielle Lage des Unternehmens informierte.

So schreibt Ali Nicolas, die bis vor Kurzem noch als Business Operations Manager bei dem in New York ansässigen Entwicklerstudio OMGPOP tätig war: “Habe heute über Facebook erfahren, dass ich entlassen und das Büro von OMGPOP geschlossen wurde. Danke Zynga, dass ihr mir wieder vor Augen führt, wie man ein Unternehmen nicht betreiben sollte.”

Das Entwicklerstudio OMGPOP wurde erst im März vergangenen Jahres von Zynga aufgekauft und galt zuvor lange Zeit als kleiner, aber vielversprechender Konkurrent des großen Unternehmens. Vor der Übernahme beliefen sich die Tageseinnahmen des Entwicklers durch Mobile Games wie “Draw Something” auf rund 250.000 US-Dollar.


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Kommentare zu "Zynga: Rund 520 Mitarbeiter entlassen – Entwickler schließt Studios in L.A., New York, Austin und Dallas"

Schön zu sehen das sich die Branche immer noch selber bereinigt. Es dauert zwar immer ein bisschen,aber am Ende gewinnen immer die guten. und an omgpop, das hättet ihr euch vorher überlegen sollen. Aber ihr habt den vermeintlichen Schutz bei Zynga vorgezogen.
Ich hoffe ihr lernt für die Zukunft davon.