Zarenkriege: Wenn Game-Admins betrügen

Im Strategie-Browsergame Zarenkriege wurde die Community in den letzten Wochen zunehmend wütend. Grund hierfür: Admins nehmen mit eigenen Accounts aktiv am Spielgeschehen teil.

Das allein wäre noch kein Grund zur Unmut, aber die Zarenkriege-Community beobachtete bei manchen davon für sie unerklärliche Vorkommnisse, wie z.B. eine sehr ungewöhnliche, positive Ranglistenentwicklung innerhalb kürzester Zeit oder das scheinbare Ausnutzen von Bugs.

Die Reaktion

Nachdem am 24.08.2010 im Forum eine umfassende Überprüfung „des ganzen deutschen Teams“ angekündigt wurde, gab es vergangenen Freitag von XS Software nun eine endgültige Stellungnahme zu den Vorfällen.

Punkt 1 dieser Stellungnahme liefert dabei die wohl wichtigste Aussage:

„Das ganze Administrations- und Moderatorteam sind entlassen worden, ihre Accounts – blockiert und gesperrt. Wir wollen euch versichern, dass sie euch nicht mehr mit irrelevanten Informationen und Intrigen stören werden.“

XS Software erklärt, dass die Accounts aller Team-Mitglieder überprüft worden seien, wobei herauskam, dass nicht alle (Ex-)Mitarbeiter fair gespielt haben.

„Jeder einzelne, der seine Rechte misbraucht und Verstöße begeht, wird ab diesem Moment strengstens bestraft werden.“

Spielende Admins?

Völlig offen lässt die Stellungnahme, ob es den Admins auch zukünftig erlaubt sein wird, aktiv am Spielgeschehen teilzunehmen. Im Forum weist ein Spieler darauf hin, dass bei jedem kleinen Kreuzworträtsel mit Gewinnchance Mitarbeiter von der Teilnahme strikt ausgeschlossen sind.

Warum dürfen Mitarbeiter von Zarenkriege aber aktiv am Spiel teilnehmen, in dem definitiv mehr Geld ausgegeben wird als für die Teilnahme an einem Gewinnspiel?

Bedenklich stimmt auch die Aussage eines anderen Spielers, der laut eigenen Angaben Kontakt zu einer Person hatte, die auf der untersten Stufe der ZK-Admin-Hierarchie tätig war.

Diese konnte angeblich über die Admin-Software, zu der sie einen stark eingeschränkten Zugriff hatte, sehen, welcher Spieler sich wann mit welcher IP einloggte, wieviele Ressourcen in den einzelnen Burgen liegen und wieviele Truppen bereitstehen. Und das Ganze auch in der Welt, in der er selbst aktiv spielte!

Scheinbar können sich Admins im Spiel wertvolle Informationen beschaffen, ohne dass die betroffenen Spieler auch nur die geringste Ahnung davon haben. Angesicht dessen stellt sich die berechtigte Frage: Sollen Admins wirklich selbst am Spiel teilnehmen dürfen?

Was meinst du?

» Mehr Informationen zu Zarenkriege


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Veröffentlicht in: News

Kommentare zu "Zarenkriege: Wenn Game-Admins betrügen"

Admins brauchen manchmal Accounts um Fehler zu überprüfen oder um die Spielmechanik nach zu vollziehen. Diese sollten aber mindestens einmal im Monat komplett gelöscht werden.

Admins sollten also keine aktiven Spieler eines von ihnen administrierten Onlinespiels sein. Selbst wenn der Admin fair spielt hat er Informationen zu Updates, Bugs und vielen Zahlen, also ein klarer Amtsmisbrauch!

Und von seiten des Herstellers ein großer Vertrauensbruch in Richtung Spielergemeinschaft, das sollte man sich nicht gefallen lassen.

Ja, es war doch sogar so, dass Admins sehen konnten, was für Truppen der andere hat. Dementsprechend haben die sich immer leichte Opfer zum Angreifen suchen können.
Sehe das wie Gradnmaster B, Admins sollten nicht mitspielen!