Die „Entertainment and Devices“-Sparte, zu der auch die Xbox-Konsolen gehören, scheint Microsoft ein echter Klotz am Bein zu sein. Laut dem Analysten Rick Sherlund war diese für das Redmonder Unternehmen schon immer ein Verlustgeschäft und wurde gekonnt mit den Gewinnen durch Android-Lizenzgebühren kaschiert. Dabei ist von jährlichen Verlusten in Milliardenhöhe die Rede.

Verluste durch die „Entertainment and Devices“-Sparte

Wie Sherlund gegenüber Business Insider erklärte, sind die schwarzen Zahlen, die Microsofts „Entertainment and Devices“-Sparte – zu der neben der Xbox auch Skype, Windows Phone und Co. gehören – schreibt, reine Augenwischerei, da diese nicht auf die Verkaufserfolge der Konsolen zurückzuführen sind.

Im Gegenteil, laut Sherlund fährt die Xbox und die Mobile-Sparte von Microsoft seit Jahren schmerzhafte Verluste ein, die man nur deshalb nicht wahrnimmt, weil sie durch die Lizenz-Einnahmen, die mit dem Google Betriebsystem Android erzielt werden, ausgeglichen werden.

Würden diese Einnahmen entfallen, hätte die „Entertainment and Devices“-Sparte jährlich Verluste in Höhe von rund 2,5 Milliarden US-Dollar zu vermelden. Zwei Milliarden US-Dollar Verlust sollen schon alleine durch die Xbox-Plattform entstehen. Die Investoren kriegen davon nichts mit, da sie durch die “äußerst profitablen Android Lizenzgebühren“ geblendet werden.

Wird die Xbox-Plattform verkauft?

Nach Ansicht des Analysten sollte sich Microsoft von der Xbox-Plattform trennen, da sie damit einfach kein Geld verdienen. In der Vergangenheit hat Sherlund zudem bereits errechnet, dass Microsoft seine Gewinne für 2015 um 40 Prozent steigern könnte, wenn man sich von Bing und der Xbox-Sparte trennen würde.

Mit dieser Meinung steht er durchaus nicht alleine dar, denn auch dem Microsoft Mitbegründer Paul Allen hält die Konsolensparte für eine unnötige Ablenkung. Seiner Ansicht nach sollte Microsoft sich der Xbox-Plattform entledigen und sich auf das traditionelle Business-Geschäft fokussieren.

Da der derzeitige Microsoft-Chef Steve Ballmer demnächst durch einen Nachfolger ersetzt werden soll und Stephen Elop (ehemals CEO von Nokia) als der aussichtsreichste Kandidat für den Posten gehandelt wird, könnte der Verkauf der Xbox-Plattform durchaus Realität werden, denn Elop sieht für Microsoft einen neuen Kurs vor und möchte sich ebenfalls sowohl Bing als auch Xbox entledigen.


PS: Folge uns auf Twitter oder abonniere unseren RSS Feed, um nichts zu verpassen!


Verwandte Preisvergleiche