Wenige Tage vor der anstehenden E3 in Los Angeles hat Microsoft, wie im Vorfeld angekündigt, endlich mit der Sprache rausgerückt und auf dem kürzlich eingerichteten Nachrichtenblog Xbox Wire konkrete Antworten auf zahlreiche Fragen zur Xbox One gegeben. Dabei wurde unter anderem auch die leidige Frage rund um die Gebühren und den Verkauf von Gebrauchtspielen geklärt.

Online-Pflicht: Nicht permanent, aber täglich

Die Antworten des Konzerns dürften allerdings nur wenige Spieler zufriedenstellen. So muss die neue Next-Generation-Konsole Xbox One täglich mit dem Internet verbunden werden, um installierte, verkaufte oder verliehene Spiele verifizieren zu können. Eine permanente Anbindung an das Internet wird nicht benötigt. Nach dem Verifizierungsvorgang können Spiele offline gespielt werden.

Davon sind allerdings Titel, die auf die neuen Cloud-Features angewiesen sind, ausgenommen, da diese eine permanente Verbindung zu den Microsoft-Servern benötigen. Welche Spiele das sind, überlässt Microsoft ganz den Entwicklern. Diese können die Cloud dazu nutzen, um bestimmte rechenintensive Daten, wie beispielsweise Physik-Berechnungen, online zu lagern, um die Konsole zu entlasten und die Performance in den Spielen zu steigern.

Verkauf und Verleih von Gebrauchtspielen

Gebrauchte Spiele von Microsoft können ausschließlich über teilnehmende Händler verkauft oder an Freunde verliehen werden. Ob Spiele anderer Anbieter verliehen oder verkauft werden dürfen, werden zukünftig die jeweiligen Entwicklerstudios und Publisher selbst entscheiden können. Von der Idee, Gebühren für den Verkauf von gebrauchten Spielen zu verlangen, hat sich Microsoft mittlerweile verabschiedet.

Loggt man sich mit seinem eigenen Account auf der Konsole eines Freundes ein, muss diese stündlich mit dem Internet verbunden werden. Bekommt die Konsole innerhalb einer Stunde keinen Zugriff auf das Internet, ist kein Spielen mehr möglich, bis die Verbindung wiederhergestellt ist. Film- und TV-Funktionen bleiben allerdings weiterhin zugänglich.

Spielen mit Freunden und Familie

Der Verleih an Freunde ist an zwei Bedingungen geknüpft. Zum einen muss dieser bereits 30 Tage lang in der Freundesliste des Besitzers sein. Außerdem darf jedes Spiel nur einmal verliehen werden. Für die eigene Spielebibliothek können bis zu zehn Familienmitglieder registriert werden, die anschließend auch von anderen Konsolen aus auf die Spiele des Besitzers zugreifen dürfen.

Mit diesen Entscheidungen schiebt Microsoft dem klassischen Verleih einen Riegel vor. Ein Spiel einfach aus der Videothek auszuleihen ist zukünftig nicht mehr möglich. Microsoft will die Reaktionen der Nutzer und der eigenen Geschäftspartner abwarten und gegebenfalls Änderungen in bestimmten Bereichen vornehmen.

Keine Spionage via Kinect

Zu den Spionagevorwürfen rund um das neue Kinect hat sich das Unternehmen ebenfalls geäußert und erklärt, dass der eingebaute Sensor über einen Pausenzustand verfüge, den die Verbraucher bei Bedarf einschalten können. Ist die Konsole einmal aus, reagiert Kinect nur noch auf den Befehl “Xbox on” und selbst diese Funktion darf in den Einstellungen deaktiviert werden.

Ein permanenter On-Zustand des Sensors ist nur dann vonnöten, wenn entsprechende Kinect-Spiele oder -Apps genutzt werden. Private Daten, wie Bilder oder Videos, die durch Kinect erfasst und über das Internet weitergegeben werden, müssen erst vom Besitzer freigegeben werden. Vorher werden laut Microsoft keine Informationen versendet. Welche Daten das Gerät erfasst, soll der Verbraucher laut dem Hersteller direkt beim Einrichten der Konsole erfahren.


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Kommentare zu "Xbox One: Online-Pflicht, Gebrauchtspiele, Kinect und Co. – Microsoft klärt auf"

Danke Microsoft, ich finde es super von euch das ihr euch nun doch entschieden habt uns so umfassend aufzuklären. Die Details die ihr heute genannt habt hat nicht nur mir geholfen sondern, auch vielen meiner Freunde.

In diesem Sinne, Playstation 4 here we come Schrottbox go home.