Nachdem sich Microsoft bereits in der Vergangenheit von DRM und Internetpflicht bei seiner Next-Generation-Konsole Xbox One distanzierte, ging man nun auch auf die Wünsche der Fans im Bezug auf die in die Konsole integrierte Kamera Kinect ein und schraubte an den Einstellung herum, so dass die Kamera nun in den Systemeinstellungen komplett deaktiviert werden kann.

Kamera komplett abschaltbar

Mit der Bekanntmachung reagiert der Redmonder Soft- und Hardwarehersteller auf die Kritik seitens der Spieler, die sich von dem im Vorfeld angekündigten Dauerbetrieb des Kinect-Sensors in ihrer Privatsphäre gestört fühlten. In der fertigen Version der Konsole wird die in die Xbox One implementierte Kamera komplett deaktivierbar sein, was allerdings auch bedeutet, dass Kinect-Features wie Sprachkontrolle oder Bewegungssteuerung, die einen funktionierenden Sensor voraussetzen, nicht mehr genutzt werden können.

Startet der Spieler ein von Kinect unterstütztes Spiel, erhält er automatisch eine Anfrage, ob der Kinect-Sensor aktiviert werden soll. Wer dem Braten immer noch nicht traut, kann die Kamera laut Microsoft auch einfach komplett vom Gerät trennen.”Wir wollten, das sich die Leute hundertprozentig wohl fühlen, also haben wir es möglich gemacht, den Sensor komplett abzuziehen”, heißt es im offiziellen Statement des Herstellers.

Umfangreiche Einstellungen für die Privatsphäre

Spieler, die trotzdem gelegentlich auf Kinect-Funktionen zurückgreifen wollen, werden nach Aussage des Unternehmens in den Systemeinstellungen umfangreiche Möglichkeiten vorfinden, um ihre Privatsphäre zu schützen. Welche Einstellungen die Macher anbieten wollen, ist allerdings nach wie vor nicht bekannt. Möglicherweise werden wir auf der bevorstehenden Pressekonferenz im Vorfeld der diesjährigen gamescom 2013 etwas mehr zu dem Thema erfahren.

Ob sich die Macher nach dieser Umstellung doch noch für eine weitere Xbox One-Variante ohne den integrierten Kinect-Sensor entscheiden, wird die Zukunft zeigen. Derartige Gerüchte hat der Hersteller erst Ende vergangenen Monats dementiert.


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Kommentare zu "Xbox One: Kinect kann komplett deaktiviert werden"

Schade das soweit bei der Vorstellung nicht gedacht wurde und man den Spielern erst mir friss oder stirb gekommen ist. Die Vorverkaufszahlen müssen echt mies gewesen sein, nachdem was sie da alles geändert haben.
Und gerade nach dem NSA Ding wollen viele halt keine dauerhafte Web-Cam in ihren Zimmer stehen haben. Besonders wo auf den PC seit Jahren gewarnt wird die Dinger abzuschalten wenn man sie nicht brauch. Eine Konsole ist ja kaum anders gestrickt als ein PC.