Microsofts Pläne für die Gebrauchtspiele auf der Xbox One scheinen unterschiedliche Reaktionen bei Verbrauchern und Entwicklern hervorzurufen, wie der aktuelle Twitter-Eintrag des Gears of War-Schöpfers Cliff Bleszinski beweist. Der Entwickler meldete sich jüngst mit einem Statement zu Wort und erklärte, dass er den Schritt von Microsoft verstehen und unterstützen würde.

Der Gebrauchtmarkt ist eine Gefahr für die Entwicklerstudios

Auf seinem Twitter-Account stellte der Entwickler klar, dass er mit der aktuellen Lösung von Microsoft rund um die Gebrauchtspiele kein Problem hat, da er die Meinung vertrete, dass der Gebrauchtspielhandel eine finanzielle Gefahr für ganze Entwicklerstudios darstellt.

„Man kann keine Entwicklungs- und Marketings-Budgets dieser Größenordnung haben, während zur gleichen Zeit ein Gebrauchtspielehandel existiert. Diese Rechnung geht nicht auf Leute”, schreibt “ClyffiB” auf Twitter.

Kleinere Budgets sind keine Lösung

Auch das Argument, man könnte doch einfach die Entwicklungsbudgets kürzen, lässt der Macher nicht gelten und twittert promt: “Diejenige, die mir jetzt sagen ‚Dann senkt doch einfach die Spiele-Budgets‘ wissen schon, wie albern sie klingen, oder?“

Zumindest bei den Budgets hat der Herr nicht ganz Unrecht, da die heutigen Blockbuster-Titel auf große Summen angewiesen sind, um auf Dauer gegen die harte Konkurrenz zu bestehen. Der allgemeine Tenor bei den großen Projekten geht daher stets in Richtung „höher“, „weiter“ und „schneller“ und somit auch teurer und risikoreicher für die Entwicklerstudios, die oft am Ende Gefahr laufen, durch den finanziellen Verlust an den Gebrauchthandel ihre Kosten nicht mehr einspielen zu können.

Große Budgets sorgen allerdings auch stellenweise dafür, dass viele Titel über Jahre hinweg in ihrer Entwicklung stagnieren, da die Angst, etwas Neues auszuprobieren und finanziell zu scheitern, offenbar parallel zum Budget steigt.

Was denkst du? Ist der Gebrauchthandel eine Gefahr für die Entwickler oder sind die Sorgen von ClyffiB schlicht zu übertrieben?


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Kommentare zu "Xbox One: Cliff Bleszinski verteidigt Microsofts Pläne für Gebrauchtspiele"

Interessant das große Publisher die meist nur auf das Geld schielen da anderer Meinung sind. Und wenn die raffgierigen schon der Meinung sind das macht kein Unterschied dann würde ich mir darüber mal ein paar Gedanken machen, obwohl da wird nichts bei rauskommen.

Zweitens die Entwicklungskosten sind zum Teil einfach zu hoch besonders wenn ich sehe was dabei manchmal raus kommt. Aber es gibt auch Entwicklungskosten die vollkommen ok sind, die haben aber ein anderes Problem. PR-Kosten! Da gabs ja einige Spiele wo die Entwicklung genauso viel gekostet hat wie das Marketing danach. Da frage ich mich schon ob das sein muss.

Aber ja man kann es natürlich auf die Gebrauchtspiele schieben, das macht es einfacher, muss man selber nicht so viel nachdenken.

Ganz ehrlich, micht stört das Gebrauchtspiele Ding nicht mal großartig ich verkaufe meine Spiele selten und noch seltener da ich eh meist bei Steam kaufe.
Aber es geht den leuten meist darum das sie es erwerben und somit damit ALLES machen wollen. Aber wie gesagt ich habe gaaanz andere Probleme mit der Box