Der Bulletstorm Director Adrian Chmielarz hat sich zur Microsofts bisherigen Marketing-Strategie für die Xbox One geäußert. Wie der Gründer des Entwicklerstudios People Can Fly erklärte, hatte Microsoft eine durchaus interessante Idee, allerdings war man zur keiner Zeit imstande, diese auch entsprechend umzusetzen und führte sich dabei auf wie ein Elefant im Porzellanladen.

Maßnahmen gegen den Gebrauchthandel

Laut Chmielarz wurden die Download-Inhalte, die künstlich verlängerten Spielzeiten, wie beispielsweise durch das Sperren des höchsten Schwierigkeitsgrades beim ersten Durchspielen, oder die Mikrotransaktionen aus dem Wunsch heraus geboren, die Spieler von Gebrauchtspielen abzulenken und sie dazu zu überreden, die Spieldisk noch ein wenig länger im Regal zu behalten.

Mit den ursprünglichen Plänen für die Xbox One habe man den Gebrauchthandel zugunsten des digitalen Eigentums eindämmen wollen, was allerdings auf Kosten der unbeliebten DRM-Politik geschehen sollte.

Schlecht kommuniziert

Anstatt also die durchaus vorhandenen Vorteile des neuen Systems herauszustellen und die Spieler auf diese Weise langsam an die Veränderungen heranzuführen, ging man mit dem Kopf durch die Wand. „Also, eine Firma namens Microsoft hatte diese wirklich tolle Idee: Lasst uns den Tod der Box-Versionen beschleunigen“, schrieb Chmielarz. „Die Box ist ein tödlich verwundetes Tier, das eines Gnadenschusses bedarf und Microsoft schien bereit zu sein, den Abzug zu drücken.”

“Doch wie wir alle wissen hat Microsoft sich stattdessen aufgeführt wie ein Elefant im Porzellanladen. Sie waren zu keiner Zeit dazu in der Lage, den Leuten zu erklären, wozu die Online-Verbindung alle 24 Stunden gut sein sollte. Sie konnten nie erklären, wie der Verkauf von gebrauchten Spielen vonstatten gehen sollte. Und sie waren nicht in der Lage, klar und ehrlich zu kommunizieren. Irgendwo dahinter war eine große Vision versteckt, doch alles, an was sich die Leute nun erinnern ist, dass man mit den Händen fuchteln und laut sprechen muss, um den TV-Kanal zu wechseln”, so der Entwickler.


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Kommentare zu "Xbox One: Eine tolle Idee schlecht erklärt – Adrian Chmielarz über die bisherige Marketing-Strategie von Microsoft"

An sich hat der Herr schon recht, aber es ist relativ egal wie gut der Gedanke hinter der Dauerverbindung war. Es gibt nun mal genügend Gebiete die Internet technisch auf Sand gebaut sind und das sind besonders wenn ich hier einen Blick nach Deutschland werfe nicht nur die sogenannten Entwicklungsländer.
Und da die One nicht nur ein USA Produkt ist muss man auch schauen was die anderen Länder für Bedürfnisse haben. Dies hat MS zu keiner Sekunde getan und selbst die Amerikaner haben sich da etwas verschaukelt geführt. Und das will schon was heißen.

Es ist nett das der Herr Adrian Chmielarz MS beistehen möchte ist aber dennoch unnötig. Besonders das die boxed Versionen Tod sind will ich noch nicht so ganz sehen, besonders wenn ich Amazon beobachte und sehe wie gut sich da die sterbenden boxed Versionen verkaufen.