Wii U - Konsole SchwarzNintendos aktuelle Konsole Wii U hat es wahrlich nicht leicht. Seit dem Release hat die Konsole mit mageren Verkaufszahlen zu kämpfen und immer mehr Entwickler sehen von einer Umsetzung ihrer Titel für das Gerät ab. Doch während die meisten ihre Absagen zumindest in höflicher Form begründen, lassen andere kein gutes Haar an der Konsole.

”Die Wii U ist Mist”

An derlei Nachrichten hat sich Nintendo sicher mittlerweile gewöhnt. Ein überschaubarer Kundenkreis bedeutet ein hohes finanzielles Risiko für viele unabhängige Entwicklerstudios, weshalb viele ihre Spiele lieber für die aktuellen Sony- und Microsoft-Konsolen entwickeln, statt diese für die Wii U zu bringen.

Nachdem bereits der Avalanche-Gründer Christofer Sundberg kürzlich verriet, dass die Nintendo-Wii U-Kits bei dem Entwickler nur noch als Staubfänger dienen, findet auch Senior Software Engineer Bob Summerwill von EA klare Worte und erklärt via Twitter, weshalb die Wii U für den Publisher kein Wert mehr hat.

“Die Wii U ist Mist. Weniger leistungsfähig als eine Xbox 360, schwacher Online-Dienst/Store. Sonderbares Tablet. Nintendo ist aktuell ein wandelnder Toter”, so Summerwill in seinem erste Tweet zum Thema.

Nintendo sollte es wie SEGA machen

Wenig später schrieb Summerwill dann: “Nintendo arbeitet noch immer so, als hätten wir 1990. Sie hätten es wie SEGA machen und Mario/Zelda als Exklusiv-Titel für die PlayStation 4/Durango anbieten sollen. Stattdessen machen sie diese schreckliche Konsole und diese Download-Plattform … Hört einfach auf damit!”

Zum Schluss merkt er an: “Eins noch: Nintendo-Plattformen haben für die Drittanbieter schon immer schwache Umsätze generiert. Nur Mario und Zelda bringen Geld.”

Mittlerweile wurden die Twitter-Einträge entfernt. Das Online-Magazin IGN hat Summerwills Aussagen jedoch als Screenshot festgehalten und sich diesbezüglich mit einer Anfrage an den Publisher gewandt.

Spiele-Verkaufszahlen erneut auf dem Tiefpunkt

Sieht man die aktuellen Verkaufszahlen der Wii U-Spiele, liegt der EA-Mitarbeiter mit seiner Meinung gar nicht so verkehrt. Derzeit befinden sich die Spiele-Verkäufe in Großbritannien auf einem neuen Tiefpunkt.

Dort gehen aktuell von der Fußballsimulation FIFA 13 laut dem Bericht des Online-Magazins Gamesindustry wöchentlich nicht mal 1.000 Exemplare über die Theke, während auf anderen Konsolen Rekordeinnahmen verzeichnet werden, was allerdings auch an der schwachen Umsetzung der Wii U-Version liegen könnte, die Electronic Arts ablieferte. Vor kurzem gab EA bekannt, dass keine weitere Titel mehr für Nintendos aktuelle Konsole geplant sind.


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Kommentare zu "Wii U: „Die Wii U ist Mist“ – EA-Mitarbeiter hetzt gegen Nintendos Konsole"

Ja und EA und Activision ist misst, Origin ist noch viel mehr misst usw. Kann ja gerne jeder seine eigene Meinung haben. Aber Nintendo traut sich wenigstens noch was mit den Konsolen und packt nicht nur alles in Grafik und verkauft die Spiele dann als Grafikblender.
Das Problem ist, Entwickler wie EA müssten dann für die WiiU auch anfangen gute Spiele zu programmieren und nicht nur Grafikblockbuster. Aber das wäre ja misst.

Und nein ich besitze keine WiiU oder sonstige Nintendo Konsole 🙂

Da hast du einiges nachzuholen!

Da kann ich Leandem nur beiflichten. Vielleicht sollte man aber auch den Medien eine Schelte geben, die andauernd in die gleiche Kerbe hauen.
Es ist nunmal eine neue Konsole auf dem Markt und es wäre auch sonderbar, wenn sie direkt im ersten Jahr 30 Millionen mal verkauft werden würde.
EA redet sich nur raus, da die Entwicklung bei denen auch nur auf das Aufblähen der Grafikengine basiert. Schaut man sich mal die Meinung der PS-Vita Fraktion an, die sich abfällig über FIFA 13 ausgelassen haben, sieht man, das es keine wirkliche weiterentwicklung gibt. Der Konsole den schwarzen Peter zuzuschieben ist nicht wirklcih eine Wirtschaftlich noble Masche, eher Kindergarten.
Nebenbei, Nintendo komplett den Konsolenmarkt auszureden klingt hinsichtlich der Erfolge mit DS und 3DS einfach nur nach Ignoranz seitens EA.