Dass die durch die Release-Verschiebung des Action-Adventures Watch_Dogs gewonnene Zeit von rund sechs Monaten von dem verantwortlichen Entwicklerteam mehr für Optimierungen als Implementierung neuer Features genutzt wurde, hat Ubisofts Creative Director Jonathan Morin bereits vor einigen Tagen verraten. Nun haben die Macher weitere Details dazu verraten.

Däumchen drehen

In einem umfangreichen Artikel gingen die Entwickler auf die Animationen im Spiel ein und erklärten, was sich hier seit Oktober 2013 getan hat. “Fairerweise muss man sagen, dass Watch_Dogs in Hinblick auf die Animationen bereits vor der Verschiebung in einer ausgezeichneter Form war”, heißt es in dem Eintrag auf dem offiziellen Ubi-Blog.

Dadurch hatten der Animation Director Colin Graham und sein Team nicht nur mehr Zeit, um an anderen Stellen auszuhelfen, sondern auch um sich den kleineren Details im Spiel zu widmen. „Wir animierten Aidens Daumenbewegungen, damit er besser hacken kann,“ witzelt Graham. „Zum Beispiel, wenn er einen Funkturm hackt, wird man sehen, wie er auf dem Bildschirm korrekt mit dem Daumen herumdrückt. Das haben wir vorher nicht ganz richtig umgesetzt gehabt.“

Solche kleine Details sind es, die laut Graham eine Welt erst realistisch machen. Allerdings geht es bei den Animationen um mehr, als nur eine gute Umsetzung, es geht um Aktion und Reaktion.

Mehr als nur Pappkameraden

So habe man sich bemüht, das Verhalten der NSCs möglichst menschlich zu gestalten. Hackt man beispielsweise eine Ampel und verursacht ein Autounfall, bewertet das System automatisch, auf was die Passanten in der Nähe reagieren. Ist es die Ampel, der Autounfall oder das daraus resultierende Feuer und die Explosion? Einige Menschen werden auf die gezogene Waffe reagieren, andere wiederum reagieren auf die Passanten, die dadurch in Panik geraten. Sie haben die Waffe möglicherweise gar nicht gesehen, aber sie sehen die Panik und wissen, dass etwas passiert ist.

Laut Graham werden die Animationen in Spielen mit dem Release der Next Generation Konsolen eine noch größere Rolle spielen. Vor allem der größere Speicher der beiden Geräte erlaubt nun mehr Vielfalt und Abwechslung als zuvor. Was natürlich auch das Open-World-Gameplay bereichert.

“Man hackt Personen, man reagiert auf Verbrechen, man kann Menschen retten, wenn sie während einer Schießerei in ihren Autos gefangen sind. Man kann Leute in Panik versetzten und sie werden dein Gesicht im Fernsehen erkennen, wenn sie dich sehen und die Polizei rufen. Und du kannst ihr Handy wegnehmen und es zerschmettern. All das ist vollständig in das System integriert. Es sind keine bloßen Pappfiguren oder Schaufensterpuppen. Sie interagieren mit dir”, so Graham.


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Kommentare zu "Watch_Dogs: Diese Auswirkungen hatte die Release-Verschiebung auf die Animationen"

Ich hoffe auch auch das sie die Zeit genutzt haben um das Spiel ordentlich für den PC zu optimieren. Da mache ich mir bei den ganzen Anforderungen nämlich am meisten Sorgen.

Aber schön das sie für Animationen so viel Zeit haben.