Das modulare Skillsystem, in dem nur ein kleiner Anteil der verfügbaren Fertigkeiten aus der Wahl der Klasse stammen, gefällt mir in The Elder Scrolls Online extrem gut. Weniger Abhängigkeit von der Klassenwahl und mehr Flexibilität und Einzigartigkeit beim Gestalten des eigenen Charakters ist schließlich immer etwas Gutes, nicht wahr?

In The Elder Scrolls Online setzt sich dies auch in den Rüstungen fort. In den meisten MMOs kann ein Zauberer nur leichte Rüstung tragen, während der Krieger für die schwerste der verfügbaren Rüstungsklassen bekannt ist.

Nicht so in The Elder Scrolls Online!

Hier kann jede Klasse jede Rüstungsklasse tragen und diese auch beliebig kombinieren. Sprich ich kann einen schweren Helm tragen, während ich ansonsten mit einer leichten Robe und meinen mittleren Stiefeln durch die Prärie springe.

Rüstungsvielfalt als Feintuning

Hierbei geht es jedoch nicht nur um die Optik meines Charakters. Jede der 3 Rüstungklassen bietet 5 individuelle passive und eine aktive Fertigkeiten. Bei 4 der 5 passiven Fertigkeiten bestimmt die Anzahl der getragenen Rüstungsteile, wie stark der Effekt der passiven Fertigkeit ausfällt.

Klingt kompliziert? Ist es nicht! Ein Beispiel:

Die erste passive Fertigkeit bei leichter Rüstung verringert die Magickakosten für jedes Stück getragene leichte Rüstung um 1%.

Sprich bei 7 getragenen leichten Rüstungsstücken kosten meine auf Magicka basierenden Fertigkeiten 7% weniger. Bei nur einem getragenen Stück leichter Rüstung 1%.

Leichte Rüstung spezialisiert sich dabei zu einem großen Teil auf das Magicka-Ressourcenmanagement (weniger Kosten, mehr Regeneration, mehr Zauberdurchschlag etc.), während mittlere Rüstung Dinge wie kritische Treffer, Ausdauerregeneration und -kosten im Fokus hat. Schwere Rüstung hingegen erhöht Resistenzen, erhaltene Heilung und Lebensregeneration.

Der Mix macht es

Dieses System wird dazu führen, dass sich jeder Spieler bei der Zusammenstellung der Ausrüstung intensiver Gedanken machen muss, als es für MMOs üblich ist.

Ziehe ich als Nahkampf-Assassine mit nur einer Magicka-Fertigkeit in der Leiste trotzdem 2 leichte Rüstungsteile an, um mit 2% Magicka-Regeneration meine Fertigkeit immer bereit zu haben, wenn ich sie brauche?

Ziehe ich als Beschwörer 5 schwere Rüstungsteile an, um meine Ausdauerkosten fürs Blocken zu verringern und meine Lebensregeneration deutlich zu erhöhen, um so lange zu leben, bis mein Diener alles platt macht?

Oder packe ich meinen Heil-Paladin-Ork in 3 Stücke mittlere Rüstung, damit ich länger sprinte, öfters zur Seite rollen kann und beim Schleichen kaum noch entdeckt werde?

Kombiniert man die Vielfalt, die das Fertigkeitensystem mit sich bringt, mit den Möglichkeiten zum Feintuning durch die Rüstungklassen, landet man bei einer gestalterischen Tiefe und viel Platz für Theory Crafting!

Während ich es „damals“ schon sehr genossen habe, Build-Guides für Skyrim zu schreiben, bin ich jetzt schon sehr gespannt, welche großartige Kombinationen sich hier in ESO entwickeln lassen! 😈


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