Town of SouthingtonNach dem Massaker in der Sandy-High-Grundschule in Newtown vor rund einem Monat ist die Debatte um die „Killerspiele“ erneut entbrannt. Am 12. Januar 2013 veranstaltet ein Aktionsbündnis aus dem rund 30 Kilometer entfernten Southington ein Violent Video Games Return Programm, bei dem öffentlich gewalthaltige Videospiele verbrannt werden sollen.

Projekt gegen gewalthaltige Medien

Das Aktionsbündnis SouthingtonSOS besteht aus Mitgliedern der hohen Southington Handelskammer, der YMCA (Young Men’s Christian Association), des Bildungsministeriums, städtischen Beamten, lokalen Geistlichen, der Feuerwehr und der United Way Organisation.

Nach Aussagen der Veranstalter will man die Videospiele keineswegs als alleinige Ursache für den Amoklauf hinstellen. Die Organisatoren wollen Videospiele keineswegs verteufeln oder ihnen die alleinige Schuld für den Amoklauf geben. Allerdings könnten gewalthaltige Videospiele, ebenso wie gewalthaltige Medien aller Art, zum Auslöser für bereits labile Jugendliche werden.

Eltern müssen Verantwortung zeigen

„Es gibt Jugendliche, die sich offenbar nach gewalthaltigen Spiele verzehren. Ich bin nicht sicher, ob das so eine gute Sache ist. Wenn diese Aktion zu einem beherzten Gespräch zwischen Eltern und Kind führt, dann war es ein Erfolg“, sagte Joe Erardi, der Leiter der Schule in Southington.

„Wir wollen Eltern, welche ein oder mehrere Kinder haben, die Videospiele spielen, darauf aufmerksam machen, dass sie einen Blick auf diese Spiele werfen sollten. Wir fordern die Eltern auf, sich besser damit zu befassen, was ihre Kinder tun. Sich mit ihnen über die Folgen zu unterhalten. Wenn die Eltern mit den Spielgewohnheiten ihrer Kinder einverstanden sind, sind wir es auch“, so Erardi.

Weniger Spiele, mehr Freizeitaktivitäten

Am 12. Januar 2013 können Eltern gewalthaltige Spiele ihrer Sprösslinge im Rahmen des Violent Video Games Return Programms abgegeben und gegen Gutscheine im Wert von 25 US-Dollar für „andere Formen von Unterhaltung“, wie beispielsweise der Besuch eines lokalen Wasserparks, eingetauscht werden. Die Spiele werden anschließend zerschreddert und verbrannt.

Durch das Programm sollen vor allem Diskussionen in den Medien über das Thema „Gewalt in Videospielen“ angestoßen werden, um mehr Eltern dazu zu bewegen, die Spielgewohnheiten ihrer Kinder im Blick zu behalten.


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