Ubisoft - Logo BlackSpiele müssen nicht zwangsweise ein Ende haben, meint Ubisofts Creative Director Jason VandenBerghe und weist auf einige sehr erfolgreiche Titel hin, die überhaupt kein Ende besitzen. Der Creative Director ist gar der Meinung, dass man ein Spiel gar nicht beendet haben muss, um die damit verbrachte Zeit zu genießen. Er selbst habe eine Menge Titel nicht zu Ende gespielt.

Alles halb so wild

In seinem Artikel auf Gamasutra wendet sich der Creative Director an die Spieleentwickler und erklärt, dass man nicht unbedingt einen Abschluss in seinen Titel einbauen muss. “Zunächst einmal, ein Ende überhaupt zu haben, ist eure Wahl. Ihr wollt keins? Ist auch gut! Spiele sind wie ein Kreislauf und wenn man seinen geschlossen haben möchte, ist man in guter Gesellschaft. Niemand hat jemals Poker oder Fußball ‘beendet’.”

Bei den herkömmlichen Titeln, die ein Ende haben, rät VandenBerghe den Entwicklern dazu, sich weniger darüber Sorgen zu machen, ob die Spieler das Ende zu Gesicht bekommen oder nicht. “Wir sind als Industrie und als Kultur noch immer darüber empört. Wir sind über die niedrigen Durchspielstatistiken bestürzt und ein Spieler, der den Controller weglegt bevor er das Ende erreicht, hinterlässt bei uns gleich das dumpfe Gefühl, das Entwicklerteam zu verschmähen.”

Nach Ansicht von VandenBerghe sei es jedoch gar nicht so schlimm, wenn ein Spieler ein Spiel nicht beendet. Dies gehöre einfach dazu und sei ein Teil des Game-Designs. „Den Controller irgendwo vor der finalen Zwischensequenz aus der Hand zu legen ist keine Sünde. Es ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Kunstform“, so der Creative Director.

Durchspielen ist keine Voraussetzung für den Spielspaß

VandenBerghe fordert die Spieledesigner auf, sich weniger Gedanken über solche Dinge zu machen und ihre Aufmerksamkeit stattdessen lieber auf die Vorteile zu richten, die dieser “Spielstil” bietet. “Wenn ihr lernt, euch weniger Gedanken darüber zu machen, ob jeder, der sein Spiel startet, es auch durchspielt ,und euch stattdessen auf die Vorteile konzentriert, die diese Art des Spielens euch bietet, werdet ihr keinen befreienderen Moment in der Spieleentwicklung erleben, als den, wenn ihr das Ende eures Spiels gestaltet.”

Wie VandenBerghe zugibt, hat er selbst selten ein Spiel zu Ende gespielt. So nennt er unter anderem den ersten Teil der BioShock-Reihe, den Adventure-Klassiker Grim Fandango aus der Feder des Entwickler-Gurus Tim Schafer und die Strategiereihe Z, die zu seinen unvollendeten Spielerlebnissen gehören. Dennoch fand er die Titel unterhaltsam.

Den kompletten Artikel kannst du dir auf Gamasutra zu Gemüte führen.


PS: Folge uns auf Twitter oder abonniere unseren RSS Feed, um nichts zu verpassen!

Veröffentlicht in: News

Kommentare zu "Ubisoft: Spiele müssen nicht zwangsweise ein Ende haben – Jason VandenBerghe über endlose Spielerfahrungen"

Ich ähh muss zugeben ich verstehe gerade nicht so ganz was er damit mir sagen möchte. Das es ok ist ein Spiel nicht durchzuspielen? Davon gehe ich doch aus, seit wann wäre das denn nicht in Ordnung.