Ubisoft - Logo BlackDie Entlassung des Assassin’s Creed-Schöpfers Patrice Désilets Anfang vergangenen Monats könnte Ubisoft nun teuer zu stehen kommen. Wie man aktuellen Meldungen entnehmen kann, hat der Entwickler eine Klage gegen das Unternehmen eingereicht und fordert neben einem Schadensersatz von 400.000 US-Dollar auch die Markenrechte an 1666 zurück.

Klage gegen Ubisoft eingereicht

Nach der Pleite des Ex-Publishers THQ wurde Désilets’ Projekt mit dem Titel 1666 sowie sein komplettes Entwicklerstudio von Ubisoft aufgekauft, womit der Entwickler zum zweiten Mal bei dem Unternehmen landete, das er bereits im Jahre 2010 aufgrund von herrschenden Differenzen verließ. Da dauerte es auch nicht lange, bis es erneut krachte.

Am 9. Mai 2013 wurde Désilets nach eigenen Angaben unerwartet entlassen und aus dem Firmengebäude geleitet, ohne sich von seinem Team verabschieden zu können. Laut dem vereinbarten Vertrag gehen die Rechte an 1666 zurück an den Entwickler, sofern Ubisoft die Arbeiten an dem Projekt komplett abbricht. Um das zu verhindern, legte der Publisher die Entwicklung des Spiels “vorübergehend” auf Eis, ohne es jedoch ganz zu beenden.

Dagegen reichte Désilets nun eine Klage ein und forderte neben der Rückgabe der Markenrechte an 1666 auch 400.000 US-Dollar Schadensersatz.

Kein Interesse an einer außergerichtlichen Einigung

Ubisoft hat mittlerweile auf die Klage reagiert und bekanntgegeben, das man an einer außergerichtlichen Einigung nicht interessiert ist.

“Wie bereits erwähnt erlaubte uns die Übernahme von THQ, rund 170 erfahrene Entwickler in unserem bestehenden und renommierten Mitarbeiterkreis herzlich Willkommen zu heißen. Leider waren die Gespräche zwischen Patrice Désilets und Ubisoft im Hinblick auf die Vision von Patrice und die des Studios ergebnislos. Wir haben die gerichtliche Forderungen von Patrice erhalten und werden diese vor Gericht angehen. Wir werden keinen weiteren Kommentar zu diesem Thema abgeben“, so ein Sprecher des Konzerns.

Wer die Rechte an 1666 bekommt, müssen wohl nun die Richter entscheiden.


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Kommentare zu "Ubisoft: Assassin’s Creed-Schöpfer Patrice Désilets reicht Klage gegen den Publisher ein"

Mhh das wird sich also jahrelang hinziehen. Weil so einfach geklärt sein wird das wohl nicht. Besonders weil der Schöpfer gegen den Markeninhaber klagt. Beides sind sehr starke Positionen um eigentlich sein recht einzuklagen. Da sie aber vom "Wert" her ebenbürtig sind wird sich das Gericht damit wohl länger auseinander setzen müssen.

Für den Spieler heißt es so oder so warten.

Ufff da möchte ich wirklich nicht der Richter sein. Gerade in den USA dürfte das ziemlich undurchsichtig sein wer da nun gerade recht hat und wer nicht.

Meinetwegen darf Ubisoft ruhig draufzahlen. Der Mann wird nicht ohne Grund geklagt haben.