Tomb Raider: Das FeuerDer US-amerikanische Chip-Hersteller AMD hat in enger Zusammenarbeit mit dem Tomb Raider-Entwickler Crystal Dynamics eine neue Technologie zur Berechnung und Darstellung von Haaren entwickelt. Das auf TressFX getaufte Verfahren wird zum ersten Mal im kommenden Remake der Tomb Raider-Serie Verwendung finden, allerdings ausschließlich auf dem PC.

Eine haarige Angelegenheit

Die Simulation von realistisch aussehendem Haar gehört zu den komplexesten und herausforderndsten Aufgaben in der Echtzeit-Darstellung seit Beginn der 3D-Ära. Für eine akkurate und glaubhafte Darstellung müssen zehntausende einzelne semi-transparente Strähnen samt komplettem Schattenwurf und Kantenglättung dutzende Male pro Sekunde in Echtzeit berechnet und an die Bewegungen des Spielcharakters angepasst werden.

Tomb Raider: Die Jagd

Dank TressFX-Technologie geht Lara hübsch frisiert auf die Jagd…

Mit der neuen TressFX Hair-Technologie nutzt AMD Gaming Evolved die mächtige Rechenleistung der Graphics Core Next Architektur, um Laras Haare auf dem PC möglichst realistisch ins Szene zu setzen und präsentiert damit der Öffentlichkeit die weltweit erste Echtzeitsimulation zur physikalisch korrekten Darstellung und Ausleuchtung von Haar in einem PC-Spiel.

Die TressFX Technologie

Die Technik basiert auf Programmen, die mit DirectCompute (einer Programmierschnittstelle von Microsoft) auf der CPU ausgeführt werden. Die Schnittstelle unterstützt allerdings nur DirectX 11, weshalb eine DX11-fähige Grafikkarte vorausgesetzt wird.

Tomb Raider: Die Inselkarte

Tomb Raider ist das erste Spiel weltweit, das AMDs TressFX-Technologie unterstützt…

Bei dem von TressFX genutzten Verfahren werden nur die Haare berechnet, die von keinen anderen Objekten verdeckt sind, was durch eine schnelle Sortiermethode bewerkstelligt wird. Das Verfahren baut auf AMDs bisheriger Arbeit an Order Independent Transparency (OIT) auf und nutzt die neue Methode Per-Pixel Linked List (PPLL) Datenstrukturen, um die Render-Komplexität und Speicherausnutzung optimal zu organisieren.

Haarspalterei mit Kollisionsabfrage

Die Entwickler nutzen DirectCompute außerdem dazu, um die Haar-Physik in Echtzeit zu berechnen. Dabei behandelt das Physik-System jede Haarsträhne wie eine Kette mit dutzenden Gliedern, die alle von physikalischen Kräften wie Gravitation, Wind und Kopfbewegungen beeinflusst werden, um die Bewegungen von Laras Zopf so realistisch wie möglich darzustellen.

Tomb Raider: Walky Talky

Jede einzelne sichtbare Haarsträhne wird in Echtzeit berechnet…

Das Ergebnis ist eine üppige Haarpracht, die aus tausenden von Strähnen besteht, sich realistisch verhält und auch bei einzelnen Strähnen durch Kollisionsabfrage andere Objekte mit berücksichtigt, so dass keine hässliche Überschneidungen mit festen Oberflächen wie Laras Kopf, Kleidung oder Körper im Spiel vorkommen.

Die Frisuren werden dabei akkurat simuliert, indem die Haarsträhnen nach dem Einwirken von physikalischen Kräften wieder in ihre Ursprungsform zurückkehren. Die Darstellungsqualität, die dabei erreicht wird, war bisher nur in vorgerenderten Szenen möglich.

Nvidia kann es auch, aber wie schnell?

Für die schnellste Darstellung im Spiel empfiehlt AMD zwar eine Grafikkarte der Radeon HD 7000 Serie, für Nvidia-Fans gibt es allerdings trotzdem keinen Grund, nach dem Haar in der Suppe zu suchen. Die Nvidia-Karten werden das Verfahren sicherlich ebenfalls unterstützten, durch die Anpassungen an die AMD-Grafikprozessoren könnte sich hier allerdings ein leichter Geschwindigkeitsverlust bemerkbar machen.

Zum Schluss haben wir noch ein paar Bilder für dich, die den Unterschied zwischen Standard-Darstellung und TressFX eindrucksvoll demonstrieren.


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Kommentare zu "Tomb Raider: Lara hat die Haare schön – Premiere von AMDs Haarsimulation TressFX Hair"

Für Haare auf PhysX verzichten? Nähhhh da bleib ich erstmal bei Nvidia, hätten sie jetzt gesagt man brauch dafür eine CPU von AMD hätte ich mich ja gefreut aber ne GPU werde ich mir von AMD erstmal nicht einbauen. Wenn ich so sehe welche Probleme die manchmal haben kann ich über meine Nvdia noch recht froh sein.