Logo von THQBei seinen Gläubigern steht der angeschlagene Publisher THQ derzeit nicht gerade hoch im Kurs. Das Unternehmen sei mehr daran interessiert, seine Arbeitsplätze und Franchises zusammenzuhalten als die Schulden zu tilgen, heißt es seitens der Kreditgeber. Auch um die Aktien des Konzerns steht es nicht besonders gut. Der Publisher ist vorerst aus der NASDAQ-Liste gestrichen worden.

Der Plan des insolventen Publisher ziele darauf ab, das Unternehmen als Ganzes für rund 60 Millionen US-Dollar an die Clearlake Capital Group zu verkaufen, so dass die Marken und Arbeitsplätze weiterhin bestehen bleiben. Am 9. Januar 2013 soll der Publisher schließlich versteigert werden und so wie es aktuell aussieht, hat Clearlake Capital Group auch derzeit die besten Chancen, den Konzern zu erwerben.

Dass die Kreditgeber nicht unbedingt von der Idee begeistert sind, hat auch der WWE-CEO Vince McMahon zu verstehen gegeben. Demnach müssen die Gläubiger damit rechnen, höhere Anteile ihrer Investitionen zu verlieren als es bei einem kompletten Ausverkauf der einzelnen Marken von THQ der Fall wäre.

Die aktuelle Situation des Publishers schlägt sich selbstverständlich auch auf den Wert seiner Aktien aus, weshalb die NASDAQ (National Association of Securities Dealers Automated Quotations) die Aktienanteile des Konzerns aus der eigenen Liste verbannte. Somit sind die THQ-Aktien vorerst nicht mehr auf dem Börsenparkett der Wall Street vertreten und nur noch über den außerbörsliche Handel zu bekommen. Erst letzten Monat wurde der Entwickler und Publisher Electronic Arts nach einem schwachen Jahr 2012 ebenfalls aus der NASDAQ-Liste gestrichen.

Sollte der Plan des Unternehmens aufgehen, könnte es demnächst wieder aufwärts gehen. Mit Marken wie Saints Row 4, Metro: Last Light und Homefront 2 könnte der Publisher genügend weitere zahlungswillige Investoren anlocken.


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Kommentare zu "THQ: Publisher verärgert seine Gläubiger – Aktien aus der NASDAQ-Liste gestrichen"

Klar wollen die Investoren Geld haben und den ist scheiß egal wie. Ich finde es persönlich gut was THQ da macht. Absolut richtig gehandelt, aber was ich mich frage reichen 60 Millionen denn? Was ich so gelesen habe haben die ja richtig hohe Schulden gemacht weit über den 60 Millionen.