THQ LogoWas sich seit geraumer Zeit abzeichnete, ist nun leider auch eingetroffen. Der US-amerikanische Publisher THQ hat nun den Gläubigerschutz beantragt und steht ab sofort mit allen seinen Marken zum Verkauf. Das Unternehmen schloss einen Deal mit der Clearlake Capital Group ab und hat sich im Zuge dessen weitere Finanzierungen der US-Bank Wells Fargo gesichert.

Publisher auf wackeligen Beinen

Wie man einer aktuellen Meldung von GamesIndustry entnehmen kann, wird die Clearlake Capital Group in dieser Sache als Stalking Horse Bidder auftreten. Clearlake hat für die Assets des Publishers rund 60 Millionen US-Dollar geboten, allerdings dürfen auch andere Käufer noch ihre Gebote abgeben. Gehen im Verlauf von 30 Tagen keine weiteren Gebote ein, wird das Insolvenzgericht den Deal mit der Clearlake Capital Group abschließen. In diesem Falle geht das Unternehmen in den Besitz des Investmentunternehmens über.

Mitarbeiter und laufende Projekte angeblich nicht betroffen

Unterdessen soll alles weiter seinen gewohnten Gang gehen. Wie der Publisher versicherte, werden keine sich aktuell in der Entwicklung befindenden Titel von dem Verkauf beeinträchtigt. Auch Kündigungen oder Release-Verschiebungen der Spiele sind nicht geplant. Ob es tatsächlich dabei bleibt, ist eher zu bezweifeln.

Clearlake Capital Group soll den Publisher zukünftig finanziell unterstützen. Darüber hinaus hat sich das Unternehmen weitere Finanzierungszusagen der US-Bank Wells Fargo in Höhe von 37,5 Millionen US-Dollar gesichert.

Unangekündigte Titel aufgetaucht

In Zusammenhang mit dem Verkauf tauchten auch noch bisher unangekündigte Titel auf. Offenbar arbeitet der Publisher neben den bereits bekannten Projekten noch an zwei weiteren Titeln. Ein Spiel namens Evolve wird derzeit vom Entwicklerstudio Turtle Rock entwickelt. Außerdem arbeitet THQ Montreal an einem Projekt, das den Namen 1666 trägt, wobei es sich hier höchstwahrscheinlich noch um einen Arbeitstitel handelt.

Verkaufsprognosen zukünftiger Titel

Auch die angestrebten Verkaufszahlen können dem Schreiben von THQ CEO Brian Farell an das Insolvenzgericht in Delaware in PDF-Form entnommen werden. So erwartet man mit den beiden unangekündigten Titeln einen Verkauf von jeweils rund 4 Millionen Einheiten. Von dem kommenden Action-FPS Metro: Last Light will THQ rund 1,9 Millionen Exemplare verkaufen.

Auch Saints Row 4 und Homefront 2 tauchen in der Liste auf und sollen jeweils 5 und 4 Millionen Mal über die Theke wandern. Nun bleibt abzuwarten, was nach Ablauf der 30-tägigen Frist geschieht und ob THQ die Topmarken wie Saints Row und Darksiders weiterhin halten kann.


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Kommentare zu "THQ: Publisher beantragt Gläubigerschutz und steht ab sofort zum Verkauf"

Das es so kommen würde war schon beinahe so sicher wie beim Lotto kein 6er zu haben. THQ hatte ja dieses Jahr außer Darksiders 2 ja leider nichts gehabt. Zwar hatte sich Saints Row 3 sehr gut verkauft gehabt, aber dafür hatten sie als Ausgleich das Tolle Wii Tablet als Ladenhüter rumzustehen. Die Firma macht (meistens) keine schlechten Produkte aber zu wenig.

Ich hoffe das sie die Kurve jetzt Kriegen bis jetzt wurde ich außer bei Dawn of War 2 noch nicht enttäuscht von der Firma.

Hoffen wir mal das alles gut wird ich habe bis jetzt bei noch keinen THQ Spiel es bereut es gekauft zu haben (die Spongebob spiele zählen nicht :D)

Wobei ich momentan nicht weiß ob ich es besser finden soll das eine Capital Group eingesprungen ist und nicht vielleicht Ubisoft oder so.