The War Z Stellung haltenDer holprige Start des Survival-Horror-MMOs The War Z war nicht die einzige Sache, die den Fans des Spiels gegen den Strich ging. Auch die Tatsache, dass das Spiel neben monatlichen Kosten auch Mikrotransaktionen anbietet, sorgt unter den Spielern für Unmut. Nun meldete sich der ausführende Produzent Sergey Titov zu Wort und verteidigte die Entscheidung.

Harte Konsequenzen im Spiel

Der Tod des eigenen Charakters im Zombie-MMO The War Z ist recht schmerzhaft, denn man verliert dabei sämtliche Gegenstände. Und damit sind nicht nur die Gegenstände gemeint, die man im Spiel finden, sondern auch solche, die man durch Mikrotransaktionen für echtes Geld gekauft hat.

Logisch, dass einige Spieler mit dieser Methode nicht einverstanden sind. Nun meldete sich Sergey Titov, seines Zeichen ausführender Produzent von The War Z, zu Wort und verteidigte das Geschäftsmodell.

Die meisten Fans wollen keine Veränderungen

In einem Gespräch mit der Webseite Eurogamer.net sagte Titov, dass die Aussicht, sämtliche Gegenstände im Spiel durch den Tod des eigenen Charakters zu verlieren, für eine besonders packende Atmosphäre sorge, was laut einer aktuellen Meinungsumfrage unter den Spielern vom Großteil der Fans unterstützt werde.

“Wenn du in The War Z stirbst, verlierst du alle Gegenstände, auch wenn diese mit echtem Geld erworben wurden. Das ist eine sehr brutale Konsequenz”, erklärte Titov. “Einige Leute haben kürzlich in den Foren gemeint ‘wir mögen das nicht.’”

Doch während einer internen Umfrage, an der rund 18.000 Spieler beteiligt waren “sagten die meisten Spieler, ‘ändert es nicht oder wir verlassen das Spiel’”, so Titov.

Lieber weniger, dafür engagierte Spieler

Auch auf die Frage, weshalb das Spiel dann nicht als Free2Play angeboten wird, hat der Produzent von Hammerpoint Interactive eine Antwort parat. „Wenn ich jedes Mal, wenn jemand mich fragt, warum The War Z kein Free2Play-Titel sei, einen Dollar bekäme, dann hätte ich The War Z gar nicht erst entwickelt“, sagte Titov. „Das Free2Play-Modell entfernt sämtliche Barrieren, ein Spiel auszuprobieren. Du erhältst sofort zahlreiche Nutzer. In kostenpflichtigen Spielen hat man zwar weniger Nutzer, aber diese investieren viel mehr in ihr Spiel. Wollt ihr aktivere, engagiertere Spieler oder einfach nur mehr Leute? Darauf gibt es keine klare Antwort.“

Laut Titov verkaufen sich Spiele mit Zombies automatisch um ein Drittel mehr als Spiele ohne Zombies. “Zombies sind die neuen Vampire. So wie Mädchen auf Vampire stehen, mögen die Jungs Zombies.“

Einmal Bewerten reicht für Online-Spiele nicht

Auch äußerte sich der Produzent zu den bescheidenen Wertungen, die das Spiel von der Fachpresse erhielt. “Wir haben ziemlich beschissene Bewertungen für War Z erhalten. Auf Eurogamer bekamen wir die gleiche Punktzahl wie Aliens: Colonial Marines. Das meiste von dem, was sie schrieben und was sie nicht am Spiel mochten, war auch richtig”, gab Titov zu. “Das war einfach der aktuelle Zustand des Spiels. Doch Online-Spiele verändern sich wöchentlich, manchmal sogar täglich. Ein Spiel von heute wäre in drei Monaten nicht mehr dasselbe Spiel.”

“Ich weiß nicht wie man Onlinespiele testen sollte”, gesteht er. “Das Spiel nur einmal zu Testen funktioniert nicht gut für Online-Spiele.”


PS: Folge uns auf Twitter oder abonniere unseren RSS Feed, um nichts zu verpassen!

Kommentare zu "The War Z: Mikrotransaktionen werden laut Sergey Titov von einem Großteil der Fans unterstützt"

Wieso wird mir nach jeder Aussage von der Firma die Firma und das Spiel unsympathischer?
Ich meine klar, irgendwann sollte man das Spiel nochmal neu bewerten. Das ist ok, aber wenn es erscheint sollte man es auch bewerten. Damit eben die Kunden jetzt wissen was sie erwartet und nicht erst in 2 Jahren. Die Firma und ihr Spiel rechtfertigt sich echt für alles, egal was es ist. Und das widert mich an. Das sie bestimmte Punkte ihres Spiel verteidigen ist ja ok, sonst sieht das ja auch doof aus. Aber sie schaffen es ja wirklich jedes Fettnäpfchen mitzunehmen was es auf Erden gibt.