The Secret World Story

Immer wieder tauchte in der Vergangenheit das Gerücht auf, The Secret World werde aufgrund der schlechten Verkaufszahlen bald auf ein kostenloses Spielmodell setzen. In einem Interview mit Gamasutra äußerte sich Craig Morrison, Creative Director bei Funcom Montreal, nun jedoch kritisch zum aktuellen Free2Play-Trend.

Vom Abo- zum Free2Play-Modell

Der aktuelle Trend ist laut Gamasutra, dass MMOs zwar mit einem Abo-Modell starten, dieses jedoch in ein Free2Play-Modell umgewandelt wird, sobald die Spielerzahlen deutlich sinken. Jüngstes Beispiel dafür ist Star Wars: The Old Republic, das rund 11 Monate nach dem Release eine kostenlose Spieloption hinzufügte.

Laut Morrison könnte dieser Trend jedoch negative Auswirkungen auf die Branche haben. Da Spieler mittlerweile erwarten, dass ein Abo-MMO früher oder später auf ein Free2Play-Modell setzen wird, könnte dies dazu führen, dass sie sich mit dem Kauf zurückhalten und einfach warten.

Morrison befürchtet, dass auch die Probleme, mit denen The Secret World zu kämpfen hat, von dieser Einstellung herrühren. Der Gedanke „Ich warte einfach, bis es Free2Play wird“ sei nichts, was man sich als Spieleentwickler wünsche, so Morrison. Auch die Zeiten der limitierten 7- oder 10-Tages-Testversionen sieht Morrison schnell schwinden. Dies sei nicht länger ein Modell, das Spieler zufriedenstelle. Diese würden mittlerweile eine große Menge Content für eine beträchtliche Zeit auf Free2Play-Basis erwarten.

Zukunft für Spiele mit Abo-Modell

Zudem betont er, dass Spiele, die auf ein kostenloses Spielmodell umsteigen, nicht wirklich Free2Play seien und Spieler nach wie vor zu einem Abo bewegen wollen würden. EverQuest biete eine Silber-, Gold- oder Platin-Mitgliedschaft, Der Herr der Ringe Online und Funcoms Age of Conan hätten etwas ähnliches.

Für Spiele mit Abo-Modell sieht Morrison nach wie vor eine Zukunft. Abonnements und Free2Play müsse man als Werkzeuge ansehen, die man abhängig vom Spiel sowohl gut als auch schlecht einsetzen könne, erläutert der Creative Director. Man könne nicht kategorisch sagen „Abos sind tot, es wird keine Spiele mit Abo-Modell mehr geben“, ebenso wenig wie „Free2Play ist die einzige Möglichkeit, um ein Spiel zu monetarisieren“. Das gesamte Interview kannst du bei Gamasutra lesen.


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Kommentare zu "The Secret World: Craig Morrison äußert sich kritisch zum Free2Play-Trend"

Ein sehr interessanter Gedankengang denn ich auch schon öfters gehabt habe bzw. gesehen habe. Es gibt wirklich verdammt viele Leute die sich sagen nein ich warte darauf dass das Spiel F2P wird. Gerade weil viele MMOs das tun und was noch viel schlimmer ist die Umwandlung immer schneller vollziehen. Sehr schön das er SWTOR erwähnt hat, das Spiel ist einfach das beste Beispiel für das Momentane Problem in der Branche.

SWTOR ist jetzt fast ein Jahr alt und ist jetzt schon f2p aus guten Gründen das mag sein. Aber viele Leute die sich gesagt haben das sie auf den F2P Modus warten haben recht bekommen und sehen sich in ihrer Idee bestätigt das es sich lohnt zu warten. Bedeutet aber leider auch das viele Leute das beim nächsten eigentlich guten MMO genauso verfahren werden,das verschärft natürlich die ganze F2P Umwandlung noch mehr da es langsam zu einen Kreis wird.

Doch man kann Gott sei dank sagen das die User sich auch zu Teilen mit ihrer F2P These verschätzt haben. Denn SWTOR ist meiner Meinung nach alles andere als F2P. Die Preise im Shop sind dreist und sagen mehr oder minder nichts anderes als, hol dir ein Abo! Ich spiele momentan Planetside 2 etwas und kann da sagen das ist ein F2P Modell oder man nehme LoL oder Dota.

Ein sehr komplexes Thema,aber ich lehne F2P nicht ab wenn es sich an die genannten Spiele Orientiert(nicht SWTOR!) aber ich habe auch nichts gegen Abos wenn es gute Spiele sind.

Also ich bin mir nicht so sicher was ich besser finden soll das Problem ist einfach das es F2P Spiele gibt die den Titel F2P nicht verdient haben (SWTOR triffts ganz gut) und andere die es verdient haben LoL.

Es ist aber genauso bei den ABO-Spielen. Es gibt welche die dürften kein Geld verlangen und es gibt andere die dürfen dass meiner Meinung nach sehr wohl. Ich denke das genutzte Modell ist nicht wichtig sondern dass was das Spiel an sich bietet bindet die Spieler. Und im Endeffekt ist es den Spielern dann egal ob F2P oder Abo.

Leider habe ich bei den meisten Free2Play Titeln immer das Gefühl, dass der Hersteller einen Großteil seiner Ressourcen darauf verwendet, die Spieler in den Itemshop zu locken anstatt diese in die Entwicklung des Spiels zu stecken. Das ist mir bei Runes of Magic und Drakensang Online extremst aufgefallen. Daher bin ich auch nach wie vor Anhänger von Pay2Play Spielen. Wenn überhaupt, dann könnte ich mit einer Kombination aus F2P und Abo-Modell am ehesten vorstellen.
Gruß
Warloga