Deutsche Telekom - LogoDer Kampf “Telekom gegen den Rest der Welt” geht in die nächste Runde. Nachdem sich bereits einige IT-Experten, darunter auch ein Fachanwalt für IT-Recht, kritisch zu den Plänen des Unternehmens geäußert haben, wurde der Telekommunikationskonzern nun von der Verbraucherzentrale NRW aufgrund unzulässiger Drosselungs-Klausel abgemahnt.

Beschwerden gegen das Unternehmen eingereicht

Rund eine Million Kunden sind laut Aussage des Deutschland-Chefs der Telekom, Niek Jan van Damme, bereits auf die neue Technologie umgestiegen. Auch die restlichen 11 Millionen will man von den Vorteilen dieser Technologie überzeugen.

Doch diese haben offenbar keine große Lust, sich von dem Konzern im Netz einschränken zu lassen und haben zahlreiche Beschwerden bei der Verbraucherzentrale eingereicht.

Drosselung schränkt die Rechte der Verbraucher ein

Die Verbraucherzentrale NRW schaltete sich promt in die aktuelle Diskussion ein und mahnte das Unternehmen wegen der Drosselungs-Klausel ab. Diese nehme dem Kunden die Möglichkeit, einen diskriminierungsfreien Zugang zu allen Diensten zu erhalten und stelle eine unangemessene Benachteiligung der Verbraucher dar. Mit einer Übertragungsrate von 384 Kbit/s sei eine zeitgemäße Nutzung des Internets schlicht unmöglich, da die Geduld des Kunden bereits beim Aufruf von Internetseiten oder dem Versenden von E-Mails und Dateien, auf die Probe gestellt wird.

Somit sei ein unterbrechungsfreies Anschauen von Internet-Videos, Abspielen von Musik im Netz oder Telefonieren via Internet nicht mehr ohne Qualitätseinbußen möglich. Bei gleichzeitig mehreren Anwendungen, die auf das Internet zugreifen, würde die Internet-Verbindung an der Drosselung ersticken. Das bedeute, dass VDSL-Kunden, die einen Flatrate-Vertrag mit bis zu 50 Mbit/s erworben haben, eine Drosselung der Surfgeschwindigkeit um bis zu 99,2 Prozent hinnehmen müssten, sobald das von der Telekom vorgegebene Datenvolumen aufgebraucht ist, so die Verbraucherzentrale.

Die Anbieter würden sich seit jeher mit Flatrate- und Geschwindigkeitsversprechen in den Werbespots für Internettarife übertreffen, heißt es weiter. Die Einschränkung des Datenvolumens über das Kleingedruckte würde die Kunden auf die Standspur der Datenautobahn befördern und ihnen somit einen diskriminierungsfreien Zugang zu allen Diensten verwehren.

Bis zum 16. Mai 2013 hat die Telekom noch Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben, im Rahmen derer sie in Zukunft auf die Verwendung der Klausel verzichtet. Ansonsten wird die Sache vor Gericht entschieden. Den kompletten Beitrag kannst du auf der offiziellen Webseite der Verbraucherzentrale NRW lesen.


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Veröffentlicht in: News

Kommentare zu "Telekom: Flatrate-Drosselung unzulässig – Verbraucherzentrale NRW mahnt den Konzern ab"

Tatatatataaa! Und jetzt tun wir mal alle so als ob das komplett unerwartet kommt. Ich tippe jetzt einfach mal dass das nicht das letzte mal war. Die Telekom hat mir der ganzen Sache sich keinen gefallen getan. Hätten das andere Anbieter getan hätte man darüber irgendwo gelacht und gesagt deren Entscheidung. Aber die Telekom nutzt nun mal ihre quasi Monopolstellung aus und da hört der Spaß auf.