Nach der Ankündigung seiner Drosselungspläne musste die Deutsche Telekom einiges an Kritik seitens Verbrauchern und IT-Experten einstecken, woraufhin die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen eine Klage gegen das Unternehmen einreichte. Diese zeigt nun offenbar Wirkung, denn das Kölner Landgericht hat die Pläne des Konzerns für unzulässig erklärt.

Demnach darf die Telekom die Surfgeschwindigkeit bei Pauschaltarifen nicht einschränken. Auch die Erhöhung der gedrosselten Geschwindigkeit von 384 Kilobit auf 2 Megabit pro Sekunde konnte den zuständigen Richter nicht überzeugen.

Laut der Zivilkammer verbinden die Kunden den Begriff “Flatrate” mit einem Festpreis für eine bestimmte Surfgeschwindigkeit und rechnen auch nicht mit Einschränkungen. Die Telekom müsse die Tarife mit solchen Einschränkungen daher unter einem anderen Begriff vermarkten.

Das Urteil des Kölner Landgerichts ist allerdings bisher noch nicht rechtskräftig. Wie ein Sprecher der Telekom erklärte, könne man eine solche Entscheidung nicht nachvollziehen. „Wir werden es prüfen und dann voraussichtlich Berufung einlegen.”

Die Verbraucherschutzzentrale NRW zeigte sich mit der Entscheidung des Gerichts zufrieden. Der Breitbandanschluss gehöre mittlerweile zur Lebensgrundlage, so die Verbraucherschützer. Es sei daher nicht akzeptabel, wenn die uneingeschränkte Nutzung des Internets praktisch von der finanziellen Leistungsfähigkeit eines Nutzer abhängt.


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Kommentare zu "Telekom: Drosselungspläne vom Landgericht Köln für unzulässig erklärt"

Alles andere wäre auch eine Frechheit gewesen. Ich bin sowieso der Meinung, dass das Wort "Flatrate" so sehr missbraucht wurde, dass es nicht mehr für seinen eigentlichen Sinn zu gebrauchen ist…

Ja bloß dann wird T-Offline einfach damit anfangen seine Produkte umzubenennen und bei neuen Verträgen das Flatrate rauszulassen. Die finden schon einen Weg sich zu winden.
Und Berufung haben sie ja auch schon angekündigt, bis das Urteil also endgültig fest ist wird es wohl auch noch dauern und bis dahin werden die sich wie gesagt was neues ausgedacht haben.

Solange das Urteil nicht Rechtskräftig wird, bleibt es so wie es ist. Am 14.11.2013 ist es rechtskräftig, dann darf man feiern.