Take Two Interactive LogoErst vor Kurzem hat sich Yves Guillemot von Ubisoft zum langen Lebenszyklus der aktuellen Konsolengeneration geäußert und einen schnelleren Wechsel zur nächsten Generation von den Herstellern gefordert. Strauss Zelnick, CEO des Entwickler und Publishers Take-Two Interactive, rechnet jedoch damit, dass einige Publisher dabei auf der Strecke bleiben.

Finanzielle Grundlage wichtig

Auf der diesjährigen Credit Suisse Technology Conference äußerte sich der CEO von Take-Two Interactive, Strauss Zelnick, erneut zu dem bevorstehenden Generationswechsel der Konsolen. Demnach rechnet Zelnick bereit zum Jahresende 2013 mit dem Release der Next-Gen-Kisten. Jedoch zweifelt der Take-Two-CEO, dass jeder Publisher diesen Wechsel auch überstehen wird. Seiner Aussage nach, werden einige Publisher dabei in den Konkurs geraten.

„Historisch gesehen mussten bis jetzt bei jedem Übergang, der in diesem Business eingetreten ist, ein bis zwei Publisher ihr Geschäft aufgeben“, so Zelnick. Deshalb sei es sehr wichtig, finanziell gut auf den Wechsel der Konsolen vorbereitet zu sein, da bisher bei jedem Generationswechsel der Konsolen ein paar Publisher ihren Weg in die Insolvenz antreten mussten.

Midway und THQ als Negativbeispiele

Als Beispiel nannte er den ehemaligen Publisher Midway (NBA Jam, Mortal Kombat), der 2009 seine Zahlungsunfähigkeit erklären und wenig später einige Spielmarken und Entwicklerstudios an das US-Unternehmen Warner Bros. Entertainment verkaufen musste. Auch zur finanziellen Lage von Entwickler und Publisher THQ und zur Qualität seiner Titel hat sich der Take-Two-CEO im April diesen Jahres im Rahmen einer Gaming-Konferenz auf der MIT Business geäußert. Damals prophezeite er laut  Joystiq das Aus für THQ in den nächsten sechs Monaten.

In der Tat hat das Unternehmen derzeit massiv mit den finanziellen Problemen zu kämpfen. Nach umfangreichen Umstrukturierungsmaßnahmen konnte das Unternehmen zwar dieses Jahr seine Verluste im zweiten Geschäftsquartal reduzieren, wie es jedoch langfristig um den Publisher steht, wird sich in der nächsten Zeit zeigen. Vor Kurzem hat auch der Vize-Präsident und Chief Financial Officer Paul Pucino das angeschlagene Unternehmen verlassen. Derzeit befindet sich der Publisher mit einem noch unbekannten Geldgeber in den Verhandlungen.

Eigenes Unternehmen ist sicher

Über sein eigenes Unternehmen macht sich Zelnick derweil keine große Sorgen. Mit einer ganzen Liste an Franchises, genügend Talent, der richtige Technologie und einer starke finanzielle Grundlage habe man die vier wichtigsten Stützpfeiler, um diesen Übergang unbeschadet zu überstehen. Laut Quelle besitzt Take-Two Interactive nach eigenen Angaben rund 330.000.000 US-Dollar in Cash. Über das Thema berichtete die Webseite Polygon.


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Veröffentlicht in: News

Kommentare zu "Take-Two Interactive: Umstieg auf Next-Gen-Konsolen werden einige Publisher nicht überleben"

Gut dafür brauch man kein Wahrsager zu sein um solche Behauptungen aufzustellen. Ob THQ es generell schafft ist hier eher die Frage. Aber ich sehe sonst keinen Publisher der in irgend einer weise Gefahr läuft es nicht zu schaffen.

Also außer THQ sehe ich keinen schwanken und THQ schwankt ja nicht wegen den neuen Konsolen.