Take Two Interactive - LogoMit einem waschechten MMO auf Basis von Grand Theft Auto, Bioshock oder Borderlands dürfen die Fans in nächster Zeit wohl nicht rechnen. Wie Take-Two Geschäftsführer Strauss Zelnick während der Cowen Technology, Media, und Telecom Conference, Ende vergangen Monats verriet, würden sich solche Online-Projekte im westlichen Raum einfach nicht rentieren.

Der westliche Markt für MMOs nicht profitabel genug

MMOs sind auf dem westlichen Markt nicht profitabel genug, hieß es vor Kurzem seitens Take-Two-Geschäftsführer Strauss Zelnick. Auf dem asiatischen Markt hingegen würden die Spiele laut Zelnick florieren, weshalb man sein Augenmerk lieber dorthin richtet.

„Wir investieren aktiv in Online-Spiele und MMOs, wir tun es nur nicht in den USA“ erklärt Zelnick. „MMOs funktionieren hier nicht. Einige unserer Wettbewerber haben diese Erfahrung auf eine sehr sehr kostspielige Weise lernen müssen. Einer unserer Konkurrenten kündigte vor Kurzem an, sein MMO-Projekt von vorne zu beginnen.“

Damit spielt Zelnick selbstverständlich auf das neue MMO des Kultentwicklers Blizzard Entertainment an, der vor Kurzem erst bekanntgegeben hat, dass das seit mittlerweile über sechs Jahren in der Entwicklung befindende Projekt “Titan” komplett neu gestartet wurde.

Take-Two konzentriert sich bei Online-Spielen auf Asien

An einen Erfolg der MMOs im Westen glaubt man daher einfach nicht mehr. “Wie viele MMOs waren denn in den USA erfolgreich?”, fragt Zelnick, um sein Argument zu untermauern. “Zwei. World of Warcraft und Everquest. Ein ziemlich schlechter Prozentsatz.” Aus diesem Grund investiert Take-Two in Online-Spiele auf dem asiatischen Markt, wo “rund 10 bis 20 Prozent der Spiele in China erfolgreich werden und Umsatz generieren.”

Durch die Partnerschaften mit Tencent, XL Games und Nexon – Unternehmen, die den asiatischen Markt weitaus besser, als die westlichen Publisher verstehen – strebt Take-Two Interactive aktuell eine Co-Produktion von Spielen wie NBA 2K Online, Civilization Online und Pro Baseball 2K an.

Der gescheiterte Siegeszug der WoW-Killer

So ganz Unrecht hat Zelnick mit seiner Einschätzung nicht, mussten doch allein im vergangen Jahr mit TERA, SWTOR und Vanguard: Saga of Heroes drei hochwertige MMOs mangels guter Verkaufszahlen auf das Free2Play-Modell ausweichen. Zuvor traf es bereits Herr der Ringe Online und Age of Conan. Diesen Monat steht auch bei Trion Worlds und seinem Vorzeige-MMO RIFT die Umstellung auf das kostenfreie Modell an.

In diesem Jahr erwarten uns mit The Elder Scrolls Online, Final Fantasy XIV: A Realm Reborn, WildStar und möglicherweise auch ArcheAge vier weitere hochkarätige Vertreter des MMO-Genres. Wir sind gespannt, wie sich diese auf dem westlichen Markt positionieren werden.


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Kommentare zu "Take-Two Interactive: MMOs sind laut Publisher im westlichen Raum nicht rentabel genug"

Nunja, an sich muss ich sagen hat T2 nicht unbedingt unrecht. Aber die ganze Sache ist dann doch etwas zu kurz gedacht. Die Resonanz der Spieler ist meist dahin so schlecht da uns entweder immer wieder das gleiche Spiel erwartet und es dann auch meist immer nicht sonderlich gut ist. Jeder Entwickler hat immer ganz tolle Ideen und einzelne Punkte eines MMOs sind nicht schlecht. Aber das Gesamtbild ist dann meist mies.

Dragonsprophet ist für mich so ein ganz persönliches Beispiel. Einige Ideen sind großartig. Die Interaktion mit den Drachen passt einfach wunderbar, was man da alles machen kann ist echt Klasse und ich bin erst Level 30. Aber der Rest? Total langweilig generisch und wieder nur das Selbe ohne Ideen, schade.

Worauf ich hinaus will ist relativ einfach, würden sich die Entwickler mal wirklich hinsetzen und schauen was man eigentlich alles anders machen könnten, ohne den Spieler zu verschrecken und ihn gleichzeitig anzusprechen. Dann wären wir glaube ich auch schon weiter im Westen.

Oder Rift, Rift war ein gutes Spiel es war zwar wieder das selbe, aber erstaunlich gut poliert. Das Spiel wurde dann eine ganze Weile gespielt, aber Trion nutzte das nicht und entwickelte das Spiel nicht weiter sondern baute immer nur neue Raids ein. Irgendwann sagten dann die Spieler nein danke, auch wenn das Spiel gut gemacht ist, ist es dennoch nur das gleiche Tag ein Tag aus.

Tja der Fehler war halt von allen zu versuchen Blizzard nach zu machen bzw. es besser auf ihren Gebiet zu machen, sehr vermessen. Hätten sie von Anfang an versucht ihr MMO dort zu machen wäre das sicherlich nicht passiert.

Und zu TakeTwo, naja welche MMOs haben die den raus gebracht das man darüber sprechen sollte? Ich kenne keins.

Einige Gründe für das Scheitern der MMOs wurden bereits genannt.

Ich selbst habe über Jahre hinweg EQ 2 seit der Beta gespielt und es hat zu Beginn sehr viel Spass gemacht. Meine Gründe, nach über sieben Jahren spielzeit damit aufzuhören sind einfach; das Spiel ist in den Jahrem immer mehr verwässert worden, es ist schlicht zu einfach. MMn geben die Publisher dem Mimimimi-Geschrei der breiten Masse zu schnell nach. Die Logik die dahinter steht ist simple. Schlechte "Kritiken" drücken die monatlichen Abozahlen und damit den Umsatz. Dies führt dazu, dass amitionierte Spieler, die auch mal eine Herausforderung suchen, zügig das Weite suchen. Sie finden keinen passenden Content mehr, die Nebentätigkeiten (Crafting) werden generft oder gleich durch den publisher-internen Verkaufsshop ad absurdum geführt. Das Spiel verwässert zusehens und wird, genau, beliebig.

Übrigens, Vanguard kam meine ich ca. drei Jahre nach EQ 2 heraus. Habe es angetest. Zu Beginn war es beinhart aber gut, auch das Crafting zeichnete sich durch interessante Ideen und deren Umsetzung aus. Zahlreiche Bugs bei Veröffentlichung und zahlreiche Nerf-Patches später, war es das dann.

Meine letzte Hoffnung im klassischen MMO ist momentan TES:O. Schaun mer mal.

Im übrigen setze ich Hoffnung auf das Crowdfunding-Spiel StarCitizen von Chris Roberts. Ist zwar ganz anderes Genre aber eben auch ein Spiel was von den Fans massiv unterstützt wird.

Es grüßt

Serenissimo