Space Shuttle in SWTORJames Ohlen, Game Director von Star Wars: The Old Republic scheint nicht ganz so begeistert zu sein von der momentanen Kritik, die gegen das Spiel aufkommen, und äußerte sich im Interview mit Eurogamer u.a. zum Thema Innovation und den Wertungen des Spiels.

James Ohlen beschwerte sich im Interview, dass in den Köpfen vieler Leute immer noch nicht angekommen sei, dass MMORPG ein eigenes Genre sei. Aber genau das sei es und wie in anderen Genres, wie zum Beispiel den Ego-Shootern, könne man an der Grundmechanik nicht viel ändern.

Als Beispiel nennt Ohlen Call of Duty oder Battlefield. Diese würden immer noch dieselben Mechaniken wie das erste Spiel vor 20 Jahren nutzen und keiner würde sich darüber beschweren. Da WoW den MMO-Markt so lange dominiert habe, glaubten viele es handele sich dabei um ein „single game genre“. Es handele sich jedoch auch bei MMOs um ein richtiges Genre und man wolle dessen Fans ansprechen. Hätte man zu vieles radikal anders gemacht, wären sicherlich viele Spieler verschreckt gewesen.

Man hat sich die Entwicklungen des Genre über die Jahre angeschaut und hat dann einige Teile verbessert, genauso wie es andere Entwickler auch machen. Deswegen versteht James Ohlen auch nicht, warum einige Leute behaupten, sie seien nicht innovativ gewesen. SWTOR sei im MMO-Genre sogar ziemlich innovativ im Vergleich zu Spielen im Action- oder FPS-Genre.

Das Gespräch kam auch auf die einzelnen Review-Punkte, die SWTOR bekommen hat. Der Durchschnitt lag in etwa zwischen einer 80er- und 90er-Wertung. Das sei auch in etwa das, was die Entwickler erwartet hätten. Ein Teil der Spieler hätte jedoch wohl etwas anderes erwartet, viele hätten scheinbar eine falsche Vorstellung von SWTOR gehabt. Das Team wollte ein klassisches MMO mit typischer BioWare-Genschichtenerzählung im Star Wars-Universum entwickeln. Viele Leute hätten jedoch gewollt, dass sie das Universum neu erfinden und ein Spielsystem entwickeln, das es vorher noch nie gegeben hatte. Das hätten sie jedoch nicht getan, weshalb diese Leute jetzt enttäuscht seien.

Etwas anders sieht es wohl bei Metacritic aus. Dort hat SWTOR gerade einmal 63% von der Community bekommen, aber James Ohlen hat auch dafür eine Erklärung. Viele Leute hätten dem Spiel wohl 0/10 geben, was ein Indiz für ihn ist, dass diese das Spiel gar nicht gespielt haben. Außerdem sei SWTOR ein ziemlich großes Spiel und somit auch ein ziemlich großes Ziel für Hasser. Einige Leute da draußen würden einfach wollen, dass das Spiel versagt, aber damit habe Bioware gerechnet und das würde sie auch nicht wirklich wundern.

Man mache sich auch darüber im Moment keine Sorgen, denn die Spielerzahlen würden täglich wachsen und in einigen Läden sei das Spiel sogar schon ausverkauft.  James Ohlen sieht also eine goldene Zukunft für SWTOR. Das gesamte Interview kannst du bei Eurogamer lesen.

Die ersten Anzeichen, ob SWTOR langfristig Erfolg haben wird, wird es voraussichtlich schon in knapp einer Woche geben. Dann sind die 30 Tage kostenlose Spielzeit, die in der Kauf-Version enthalten waren, abgelaufen und die Spieler müssen ihr Abonnement verlängern, um weiterspielen zu können. Fast zeitgleich, am 17.01.2012 wird zudem das erste große Content-Update „The Rise of the Rakghouls“ online gehen.


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