Starcraft II-Hackern geht es an den Kragen

Anfang Oktober hat Spieleentwickler Blizzard die Notbremse gezogen und um die 5.000 Starcraft II-Spieler aus dem Spiel geworfen. Grund hierfür: Die Gamer setzten unerlaubterweise Hacks ein, die ihnen Spielvorteile verschafften.

Wie Gamespot berichtet, hat Blizzard vergangene Woche nun Anklage gegen 3 Programmierer erhoben. Sie werden beschuldigt, Hacks für Starcraft II entwickelt und verkauft zu haben, was sowohl gegen die EULA (End User License Agreement), die Nutzungsbedingungen von Battle.net als auch gegen das Urheberrecht verstößt.

Verbreitung einer Vielzahl von Hacks und Cheats

Laut Anklageschrift hatten die Angeklagten nur einige Tage nach der Veröffentlichung von Starcraft II bereits eine Vielzahl von Hacks und Cheats, die das Online-Spielerlebnis verändern (und vielmehr auch zerstören) entwickelt, vermarktet und verteilt.

Im Detail werden die Programmier von Blizzard der mehrfachen Urheberrechtsverletzung beschuldigt. Außerdem wirft das Unternehmen den Hackern vor, andere Personen dazu verleitet zu haben, ebenfalls gegen den Urheberschutz zu verstoßen. Durch die Nutzung der Hacks downloaden, installieren und nutzen diese ebenfalls illegalerweise die geschützten Spielinhalte.

Enormer Schaden für Blizzard

Laut Anklageschrift ist der Schaden für Blizzard durch diese kriminellen Handlungen enorm. Unter anderem würden diese dem Spaß und der Teilnahme der anderen, seriösen Spieler am wettbewerbsgeprägten Online-Erlebnis schaden.

Das wiederum führe dazu, dass diese Spieler mit Starcraft II nicht mehr zufrieden seien, das Interesse daran verlieren und ihre Unzufriedenheit auch anderen mitteilen würden. Für Blizzard bedeute das u.a. weniger verkaufte Spiele und Add-On-Pakete.

Unklar ist derzeit noch, ob der Los Angeles US District Court wirklich für diesen Fall zuständig ist. 2 der 3 Programmierer, die in der Anklageschrift nur mit ihren Nicknamen „Permaphrost“, „Cranix“ und „Linuxawesome“ genannt werden, kommen nämlich aus Kanada, 1 aus Peru. Allerdings steht in der EULA von Starcraft II ganz klar, dass solche rechtlichen Konflikte vor einem Gericht in Los Angeles County ausgetragen werden.

Man darf also gespannt sein, wie sich dieser Fall weiter entwickelt!


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Kommentare zu "Starcraft II-Hackern geht es an den Kragen"

Richtig cool! Ich hoffe die bleiben dran und machen was draus. Doping beim Radsport & Co. wird ja auch ordentlich bestraft…

Ja, das ist sehr gut! Und ich hoffe auch, dass die Redaktion am Fall dranbleibt.