Square Enix - Agnis PhilosophieMit dem „Agni’s Philosophy“-Video stellte Entwickler und Publisher Square Enix auf der E3 (Electronic Entertainment Expo) des vergangenen Jahres das erste Mal die beeindruckende grafische Leistung seiner neuen Luminous Engine vor. Wie Square Enix-Präsident Mike Fischer vor Kurzem jedoch erklärte, soll die Engine jedoch nur intern eingesetzt werden.

Eigene Zukunftstechnologie

Auf der E3 2012 beeindruckte Publisher Square Enix mit der Vorführung seiner Luminous Engine die Messebesucher. Nach Angaben der Entwickler ist die Engine nicht nur in der Lage, fotorealistische Echtzeit-Grafik darzustellen, sondern kann auch mit einer komplexen KI, realistischer Physik und geschmeidigen Animationen aufwarten.

Square Enix - Luminous Engine

Mit der Luminous Engine strebt der Publisher Square Enix mehr Unabhängigkeit bei der Entwicklung eigener Titel an…

Die Bedienoberfläche der Engine ist zudem so gestaltet, dass die Spielentwickler jederzeit einen direkten Einfluss auf die grafische Darstellung im Spiel nehmen und so jeder Szenerie mit ein paar Handgriffen in wenigen Minuten eine komplett andere Stimmung verleihen können. Dinge wie Haarfarbe, Haarlänge, Umgebungsbeleuchtung oder Schattierungen lassen sich so problemlos und schnell anpassen.

Wie der Publisher verrät, wurde die Engine vor allem entwickelt, damit die firmeninternen Entwicklungen nicht mehr von der Technologie Dritter abhängig sind. In Zukunft möchte man sich verstärkt auf die Produktion hochwertiger Triple-A-Titel fokussieren. Hier hat der Publisher vor allem die Spiele der nächsten Generation im Blick. Auch befindet sich ein bisher noch unbekannter Titel bereits in der Entwicklung, der von den Vorteilen der neuen Engine profitieren wird.

Nur für interne Zwecke

Externen Entwicklern bleibt die Engine jedoch bis auf weiteres verwehrt. Wie der Publisher nun erklärte, ist die Luminous Engine ausschließlich für den internen Einsatz gedacht. Ein Lizenzmodell wie es Entwickler Epic Games für seine Unreal-Engine anbietet, ist laut Sqaure Enix-CEO Mike Fischer nicht geplant.

Luminous Engine - Partikeleffekte

An die neue Technologie kommen externe Entwickler nur ran, wenn sie dem japanischen Publisher die  Vertriebsrechte an dem eigenen Titel einräumen…

Eine Möglichkeit, mit dem neuen grafischen Motor von Square Enix zu arbeiten, gibt es aber doch noch. Wer die Vertriebsrechte an seinem zukünftigen Titel an den Publisher weitergibt, darf auch die neue Engine für sein Produkt einsetzen.

„Das Ganze ist ein InHouse-Tool. Wir werden darum kein Lizenz-Modell aufbauen. Allerdings können Studios, die einen Vertriebsvertrag mit uns abschließen, Zugriff auf unsere Technologie erhalten. Es ist meine Hoffnung, dass es Teams und kreative Menschen rund um den Globus dafür begeistert, für uns zu arbeiten, denn sie erhalten damit die Möglichkeit, mit einer der besten Technologien der gesamten Branche arbeiten zu können“, so Fischer.

Aktuell dürfte der Publisher in technischer Hinsicht keine Wünsche mehr offen haben. Neben der neuen Luminous Engine, haben die Japaner noch den Zugriff auf die Glacier-Engine von IO Interactive (Hitman: Absolution) sowie die Crystal Engine von Crystal Dynamics (Tomb Raider).

In den beiden folgenden Videos kannst du einen genaueren Blick auf die Luminous Engine und den dazugehörigen Editor werfen. Viel Spaß!

Square Enix – Luminous Engine (Agni's Philosophy)

AGNI'S PHILOSOPHY – Real-Time Tech Demo


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Kommentare zu "Square Enix: Luminous Engine soll nur intern eingesetzt werden"

Nicht zu vergessen die Avalanche Engine 2.0 von Just Cause 2.^^
Ich muss zugeben ich war bei der überschrifft echt erschrocken, dachte erst die wollen die Engine nur für interne Test oder so nutzen!
Gott sei dank meinen sie Intern Square Enix "puh" Denn man muss es einfach mal sagen sollte die Engine wirklich das leisten was sie verspricht (Vorsicht bei Square) dann wird das sehr interessant.