SpielebrancheEntwickler-Legende und Populus-Schöpfer Peter Molyneux hat sich kürzlich im Rahmen eines umfangreichen Interviews zum Thema Mobile Games und den damit verbundenen Free2Play-Konzepten geäußert. Dabei kritisierte er den aktuellen Umgang der Industrie mit dem Thema und erklärte, wie man mobile Spieler für die Gaming-Community attraktiver gestalten könnte.

Die Spieleindustrie muss umdenken

Ihren schlechten Ruf haben die Mobile Games laut Molyneux vor allem Facebook und den damit einhergehenden Zahlungsmodellen zu verdanken. Allerdings bedeutete es nicht, dass man nun keine mobile Spiele mehr entwickeln sollte.

Vielmehr sollte die Industrie realisieren, dass sich die Art und Weise, wie Menschen mit all den Formen von Entertainment umgehen, gerade radikal verändert. Andere Branchen, wie etwa die Musikindustrie fangen an es zu begreifen und es richtig zu machen. Sie versuchen die Menschen nicht mehr am Raubkopieren zu hindern, sondern feiern es mit Spotify, wo man einfach alles downloaden kann.

Auch die Gaming-Industrie muss umdenken und den Weg finden, den Spieler dazu zu verführen, Geld auszugeben, ähnlich, wie der Supermarkt einen dazu animiert, mehr zu kaufen, als die Zigaretten, wegen denen man eigentlich gekommen ist. “Das ist die Kunst, auf die wir uns konzentrieren müssen”, erklärt Molyneux.

Spiele als ein Hobby, für das man gerne Geld ausgibt

Das Ganze soll jedoch nicht in Sucht ausarten. “Eine Menge Mechaniken in solchen Spielen monetarisieren die Sucht. Und wenn man Sucht monetarisiert, ist das wie Geld mit Drogen verdienen. Suchtmittel, Zigaretten zum Beispiel, sind eine Möglichkeit, Geld zu machen, so viel ist sicher. Aber sind sie etwas, das zu einer wachsenden Branche passt? Ich denke eher, dass sie etwas sind, das einen einschränkt”, so der Macher.

Stattdessen sollten Spiele zu einem Hobby werden, für das man gerne sein Geld ausgibt. Als positive Beispiele nennt Molyneux hier Dota 2 und League of Legends, die beide über sehr faire Zahlungsmodelle verfügen und trotzdem jede Menge Geld generieren.


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