Portal 2 WallpaperTrotz erfolgreicher weiblicher Entwickler wie Jade Raymond oder ReeSoesbee, die an großartigen Spielen wie Assassin´s Creed und Guild War 2 mitwirkten, ist die Akzeptanz von Frauen in der Branche nach wie vor gering. In ihrem Blog äußert sich die Entwicklerin Kim Swift (Portal, Quantum Conundrum) zu dem Thema und spricht anderen Frauen Mut zu.

Mehr weibliche Entwickler würden die Branche bereichern

In ihrem Blog sprach Swift über die aktuelle Situation in der Spielebranche und forderte Frauen dazu auf, sich in der Spiele-Entwicklung durchzusetzen und die Videospielindustrie durch ihre Arbeit zu bereichern.

Die erfolgreiche Entwicklerin konnte sich bereits als Kind für das Thema Spiele begeistern und verschlang regelmäßig zahlreiche Gaming-Magazine. Echte Vorbilder waren damals jedoch rar gesät. „Als ich die Videospiel-Landschaft angeschaut habe und durch die Nintendo Power blätterte, sah ich keine Person mit zwei X-Chromosomen, zu der ich aufschauen konnte, um zu sagen ‚Wenn sie das schafft, schaffe ich das auch‘.”

Assassins Creed Altair

Titel wie Assassin´s Creed 1 und 2 wurden unter der Führung von Jade Raymond entwickelt…

Der Traum: Spielentwickler

Dass sie selbst in der von Männern dominierten Branche Fuß fassen konnte, verdankt Swift nach eigenen Angaben vor allem ihren Eltern. “Glücklicherweise habe ich meine Eltern, die mich sehr unterstützt haben. Wären sie nicht gewesen, bezweifle ich, dass ich heute Spiele machen würde. Wenn ich also endlos über ein Spiel rede, daran arbeite, bis meine Augen bluten, dann habe ich im Hinterkopf stets diesen Gedanken, dass es da draußen ein kleines Mädchen gibt, das bemerkt, dass ihr Traum erreichbar ist.“

Mittlerweile ist Swift ein alter Hase in dem Geschäft und war bereits für erfolgreiche Unternehmen wie Valve tätig, wo sie unter anderem an Spielen wie Half-Life 2, Portal und Left 4 Dead mitwirkte. Seit 2009 ist sie ein Teil des Entwicklerstudios Airtight Games, wo sie als Leiterin des Entwicklerteams für Quantum Conundrum arbeitete.

Als Vorbild für die junge Generation

Swift ruft die Frauen dazu auf, mutiger zu sein und ihren Traum in der Spielebranche trotz herrschender Vorurteile nicht aufzugeben. „Wenn ihr mehr Vielfalt bei den Spielthemen wollt, wenn ihr Fairness und Unvoreingenommenheit am Arbeitsplatz wollt, wenn ihr wollt, dass die Branche weiter wächst, dann müssen wir das Antlitz dieser Branche verändern, denn Spiele sind ein Spiegelbild ihrer Schöpfer“, so die Entwicklerin.

Dass die Veränderungen nicht von einen Tag auf den anderen sichtbar werden und es mitunter mehrere Jahre dauern kann, ist auch ihr bewusst. Bis dahin fordert Swift die weiblichen Entwickler auf, stark zu bleiben, um der aktuellen und zukünftigen Generationen als Vorbild dienen zu können. „Seid sichtbar, seit offen, seid stark, seid clever, seid freundlich. Seid alles, worauf die jüngere Generation stolz sein kann. Mädchen machen auch Spiele.“

Guild Wars 2 - Männlicher Sylvari

An erfolgreichen MMOs wie Guild Wars 2 wirkten auch weibliche Designerin wie Ree Soesbee mit…


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Kommentare zu "Spielebranche: „Mädchen machen auch Spiele“ – Portal-Entwicklerin Kim Swift über Frauen in der Videospiel-Industrie"

Ich glaube wirklich das Frauen die in die Gamingbranche wollen auch da hinkommen. Am Anfang haben sich nun mal meist nur die Jungs dafür interessiert. Das liest sich fast schon so als ob die Frauen keine Chance in der Branche hätten.

Ich glaube eher das sie keine lust haben da etwas zu machen,man sieht es ja beim Gaming direkt,nicht viele Frauen zocken wirklich, nicht weil die Männer ein nicht lassen, sondern weil da weniger Interesse besteht.

Sollte es aber Misstände geben müssen sich diese natürlich ändern!

Ich habe eine Freundin die in der Gaming Branche studiert und das ganze Programmieren drum rum. Sie hatte keinerlei Probleme in die Branche zu kommen,anständiges Zeugnis vorausgesetzt.

Kann natürlich sein dass das die Ausnahme der Regel ist 🙂