Electronic Arts LogoSean Decker, Gratis-Spielechef bei Electronic Arts, äußerte sich auf der London Games Conference 2012 zum rasanten Neueinsteiger-Schwund im stark umkämpften, westlichen Free2Play-Bereich. So verlassen seiner Aussage nach bereits in den ersten 24 Stunden rund 70 Prozent der interessierten Neueinsteiger das Spiel. Nach einer Woche sind es gar 85 Prozent.

Viele Spieler geben laut Decker bereits nach 24 Stunden auf und wechseln einfach zum nächsten kostenlosen Produkt. Von rund 70 Prozent der Neueinsteiger ist da die Rede. Nach einer Woche sollen es gar 85 Prozent sein.

Gleichzeitig kritisierte er die Unfähigkeit der Spieleentwickler, sich langfristiger Gedanken über die Sache zu machen. „Entwickler müssen die Spieler dazu kriegen, sich langfristig zu engagieren“, erklärt Decker und vergleicht den Effekt mit den TV-Serien. „Wenn es einen nicht in den ersten Sekunden packt, schaltet man den Kanal um, weil es kostenlos ist. Das gilt genauso für Free2Play, es ist einfach, sich von einem zum anderen Spiel zu bewegen“.

Der entscheidende Schwerpunkt liegt für den Gratis-Spielechef auf der sozialen Komponente, will man Spieler langfristig an sich binden. „Die Leute bleiben wegen ihrer Freunde. Wenn man einen Freund im echten Leben hat, der das gleiche Spiel spielt, ist es sechsmal wahrscheinlicher, dass man es langfristig spielt, weil man mit ihm darüber reden und mit ihm interagieren will. Wenn ihr also ein Free2Play-Spiel macht, stellt sicher, dass man die Freunde der Leute auf eine interessante Weise mit einbeziehen kann“, so Decker. Über das Thema berichtete die englischsprachige Webseite MCV.


PS: Folge uns auf Twitter oder abonniere unseren RSS Feed, um nichts zu verpassen!

Kommentare zu "Spielebranche: 70% der Free2Play-Spieler gehen in den ersten 24 Stunden"

Entschuldigung das ich mal nachfrage, aber diese Aussage kommt von EA?! Wenn ich mich recht entsinne war es doch EA der vor nicht mal einer Woche dieses tolle Free2Play Spiel namens SWTOR raus gebracht haben bzw. neu aufgelegt haben oder?

Daher finde ich den Appell doch etwas naja scheinheilig. Dennoch bezweifle ich in keinster weise die Richtigkeit seiner Aussage, dass die Spieler Free2Play Spiel sehr schnell wieder verlassen. Da gebe ich dem Mann absolut recht. Doch ich sehe die Punkte ganz wo anders als er das tut. Ich glaube dass die soziale Komponente erst nach einer längeren Zeit ihre Wirkung zeigt und nicht nach 24 Stunden greifen muss.

Ich glaube eher das die Leute A) Ein gutes Spiel wollen mit dem sie sehr viel Spaß haben und B) Es muss ein ordentliches F2P Konzept sein. LoL dürfte dort ein super Beispiel sein um diese These zu untermauern.
1. LoL macht vielen Leuten Spaß da es ein Spiel ist was man schnell lernen kann, aber es nur schwer zu meistern ist.
2. LoL hat meiner Meinung nach ein faires F2P Konzept. Nur für Skins Geld zu verlangen empfinde ich als vollkommen in Ordnung.
3. Die soziale Komponente ist in LoL recht gering. Es gibt kaum irgendwelche Punkte die voraussetzen dass die Freunde online sein müssen, bzw. es auch spielen müssen. Freundschaften entstehen in LoL eher selten, da man die Personen mit denen man spielt eh meist nicht wiedersieht.

Theoretisch würde das ganze LoL Konzept also gegen EAs Aussage sprechen das man unbedingte soziale Aspekte braucht, um die Spieler dauerhaft zu binden und das Abwandern in den ersten 24 Stunden zu verhindern.

Endlich sagt das mal wer,interessiert bloß leider die Firmen nicht 🙁
Diese ganze Social Kacke können sie sich sonst wo hin schieben ich will meinen Spaß haben und nicht Freunde oder so sammeln. Und EA hat mal eh kein Plan was da draußen abgeht.

Das werden sie wohl besonders bei SWTOR bemerkt haben das 70% schon wieder abgesprungen sind. Aber ernsthaft wenn wundert es, das F2P Modell ist so schlecht das sie jetzt sogar anfangen das zu Balancen. Siehe nächsten Patch, wo sie was am F2P System ändern.
Lässt schon tief in ein F2P Spiel blicken wenn nach dem Erscheinen das noch ausbalanciert werden muss.

Und mal ernsthaft ich glaube dass die ganzen Social Spiele genau das selbe Problem haben werden und noch sozialer geht es ja wohl kaum. Also von wegen wir müssen unsere Spiele noch sozialer machen finde ich Schwachsinn sollen sie wirklich gute Spiele machen bleiben die Leute auch.

Kann ich verstehen denn 70% der Freetoplay sind auch meist misst. Außer Dota2 und LoL gibt es nicht viele die mich bis jetzt überzeugen konnten.
Und sozial muss für mich nur die Community sein und nicht die Features.