Seit der Ankündigung seiner Next Generation-Konsole Xbox One hat Microsoft stets mit den Vorteilen seiner Cloud-Technologie geworben. Einer, der dem Ganzen eher skeptisch gegenübersteht, ist Sonys Worldwide Studios Oberhaupt Shuhei Yoshida. Wie der Macher vor Kurzem in einem Interview verriet, kann er Microsofts Ansatz hinter der Cloud nicht nachvollziehen.

Verwirrung bei der Konkurrenz

Während der Redmonder Hersteller die technischen Vorteile der Cloud anpreist und auf Titel wie Forza Motorsport 5 oder den Multiplayer-Shooter Titanfall verweist, die bereits von diesen Vorteilen profitieren sollen, kann der Rest der Welt immer noch nicht ganz verstehen, wie genau sich Microsoft das Ganze vorstellt. Dazu gehört auch Sonys Worldwide Studios Präsident Shuhei Yoshida, der im Gespräch mit Gamesindustry einräumte, dass er nicht wirklich dahinter steigt, wie der Konkurrent das Ganze ohne Latenzprobleme lösen möchte.

„Die Art, wie sie Cloud-Computing nutzen, scheint eine ganz andere zu sein und ich verstehe nicht ganz, was sie damit meinen. Aus diesem Grund können wir auch nicht auf ihre Aussagen reagieren, weil wir es nicht verstehen”, sagte Yoshida, der zuvor anmerkte, dass man bei Sony durchaus mit der Cloud vertraut ist, denn schließlich habe man ja auch den Streaming-Dienst Gaikai aufgekauft.

Technisch gar nicht möglich?

“Die Erklärung, die ich erneut selbst gefunden habe, war in einem Artikel von Digital Foundry“, erzählte Yoshida weiter. „Sie gingen alle Rechenaufgaben durch, die ein Spiel zu durchlaufen hat und überprüften bei jeder Aufgabe, ob sie tatsächlich auf einem Server durchgeführt werden kann oder auf einem Client besser aufgehoben wäre. Und die meisten Aufgaben, die ein Spiel zu bewältigen hat, können aufgrund der hohen Latenz und der Bandbreite nicht auf einen externen Server erledigt werden.”

„Da sind so viele Daten, die im Inneren einer Konsole zwischen der CPU, dem Speicher und der GPU hin und her fließen und für einen Transfer via Internet vorbereitet werden…. Da sind vielleicht vier oder fünf Aufgaben, die im Endeffekt von den Servern übernommen werden können. Für mich war diese Sache also sehr lehrreich. Und nachdem ich den Artikel gelesen habe, war Microsofts Botschaft für mich noch verwirrender“, so der Macher.


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