World of Warcraft - ArtworkIn einem umfangreichen Interview sprach Regisseur Sam Raimi über die Gründe seines Ausstiegs beim World of Warcraft-Film. Demnach war Entwickler Blizzard Entertainment selbst nicht ganz unschuldig an der Verzögerung. Missmanagement und fehlende Kommunikation zwischen den Filmmachern und dem Entwicklerstudio machten die Zusammenarbeit unmöglich.

In einem Gespräch mit der Webseite Vulture sprach Regisseur Sam Raimi über einige seiner Filmprojekte. Dabei kam unter anderem auch sein Ausstieg aus dem World of Warcraft-Film zu Sprache. Wie Raimi erklärte, war der Entwickler Blizzard Entertaniment an dem unglücklichen Ausgang der Zusammenarbeit nicht ganz unschuldig.

Nachfolgen haben wir den betreffenden Abschnitt des Interviews für dich übersetzt!

Vulture: „Du bist nicht länger am World of Warcraft-Film beteiligt, der nun von Duncan Jones gemacht wird.“

Raimi: „Ich liebe seinen Film Moon und ich denke, er ist ein auffallend begabter Regisseur. Ich wette, wenn jemand dabei eine großartige Arbeit abliefern kann, dann ist es er.“

Vulture: „Was war das größte Hindernis bei dem Projekt?“

Raimi: „Robert Rodat (Soldat James Ryan, Der Patriot) arbeitete an dem Script und es nahm einige Zeit in Anspruch. Ich denke, die Produktionsfirma Legendary wurde ein wenig nervös. Eigentlich war das, was passierte, etwas komplizierter, also lass mich ein wenig ausholen.

Zuerst fragten sie mich, ob ich es machen möchte und ich sagte ‘Ja, ich liebe World of Warcraft und ich denke, es könnte ein großartiger Film werden’. Also las ich das Drehbuch, das die Jungs bei Blizzard geschrieben haben, aber es hat in meinen Augen nicht ganz funktioniert.

Ich sagte ihnen, ich will meine eigene Geschichte mit Robert schreiben, also schlugen wir es Legendary vor und sie haben es angenommen. Wir schlugen es Blizzard vor und sie hatten Vorbehalte, haben es aber ebenfalls akzeptiert. Dann schrieb Robert das Drehbuch und als es fertig war, haben wir realisiert, dass Blizzard ein Veto-Recht hatte, was wir nicht wussten. Sie haben also die Geschichte, die wir ihnen vorschlugen, nie vollends genehmigt.

Die Vorbehalte waren ihre Art zu sagen ‘Wir bewilligen diese Geschichte nicht und wir wollen einen anderen Weg gehen.’ Nachdem wir also neun Monate lang an dem Ding arbeiteten, mussten wir praktisch von Neuen beginnen. Und Robert begann von Neuen, aber das dauerte für die Leute von Blizzard zu lange und sie verloren die Geduld.

Ehrlich gesagt denke ich, es war Missmanagement ihrerseits, uns nicht zu erklären, das die erste Geschichte längst verworfen wurde. Wieso haben sie uns daran weiter arbeiten lassen? Hatten sie Angst es mir zu sagen?“

Klingt alles ein wenig chaotisch. Wir sind gespannt, ob die Zusammenarbeit mit Duncan Jones besser funktioniert. Das komplette Interview mit Sam Raimi kannst du bei Vulture lesen!


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Kommentare zu "World of Warcraft: Sam Raimi über seinen Ausstieg aus dem WoW-Film"

Klingt nach Blizzard 😀
Die lassen auch immer die Spiele bis 95% entwickeln bis sie dann feststellen das ihnen das Spiel nicht gefällt.^^

Mir ist eigentlich ziemlich egal wer der Regisseur ist Hauptsache es wird gut!