Mit Sacred 3 brachten Keen Games und Deep Silver Anfang August einen neuen Ableger der bekannten Franchise auf den Markt. Doch mit den Vorgängern hatte der dritte Teil der Serie nicht mehr viel gemein und wurde von der Community regelrecht zerrissen. Laut Sascha Wagentrotz, dem ehemaligen Junior Game Designer des Spiels, liegt die Schuld aber nicht bei dem Studio.

Während die beiden Vorgänger noch mit Rollenspiel-Elementen aufwarteten und auch eine offene Welt sowie ein motivierendes Loot-System zu bieten hatten, wurde der dritte Teil der Spielserie auf eine simple, lineare Koop-Prügelei reduziert, die unmotivierender nicht hätte ausfallen können. Dementsprechend fielen auch die Reaktionen der alten Fans der Reihe aus, die dem Studio vorwarfen, die Marke ruiniert zu haben.

Diese Änderungen wurden allerdings nicht vom Team selbst, sondern von Deep Silvers Marketing-Abteilung in die Wege geleitet, wie Sascha Wagentrotz, der ehemalige Junior Game Designer hinter dem Titel, im Steam-Forum verriet. „Die Marketing-Abteilung bei Deep Silver war die einzige mit ausreichend Macht, um die Ausrichtung der Marke zu ändern“.

Wie Wagentrotz anmerkte, wäre es wohl im Nachhinein betrachtet besser gewesen, den Titel nicht mit einer “3” im Namen zu versehen und dem Spiel eher einen Namen wie “Sacred – Brawling in Ancaria” zu verpassen.

Laut dem Entwickler hat Deep Silver viel Geld in Sacred 3 investiert und hatte natürlich als Besitzer der Marke das Recht, sie nach Belieben zu ändern. Persönlich habe er aber bereits mit negativen Reaktionen der Fans gerechnet. Als kleine Entschädigung hatte der Macher einen Steam-Key für die Vollversion von Sacred 3 veröffentlicht. Ob die Reaktion der Spieler Deep Silver zum Umdenken bewegt, wird die Zeit zeigen.


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