Als ein reiner Survival-Horror-Adventure gestartet hat sich die beliebte Resident Evil-Reihe mit der Zeit immer mehr Action-Elemente angeeignet, die vor allem Fans der ersten Stunde bis heute sauer aufstoßen. In einem Interview hat sich der Schöpfer der Serie, Shinji Mikami, zu den Gründen geäußert, weshalb man sich mit jedem Teil weiter von den Ursprüngen der Spielreihe entfernte.

Wie Mikami in einem Gespräch mit dem Online-Magazin IGN verriet, lag die Entscheidung des Studios für diesen Schritt in den Verkaufszahlen des Resident Evil-Remakes begründet. Die Neuauflage des Erstlings war kein Verkaufshit, weshalb man nach neuen Impulsen für die Spielreihe suchte.

„Das Remake von Resident Evil gehört eigentlich auch zu einem meiner Favoriten der Spielserie. Aber es hat sich nicht sonderlich gut verkauft“, sagte Mikami. „Vielleicht waren viele Leute nicht bereit, es zu akzeptieren. Aufgrund der Reaktionen auf das Resident Evil-Remake beschloss ich, mehr Action in Resident Evil 4 einzubauen. Resident Evil 4 wäre ein furchteinflößenderes und auf Horror fokussiertes Spiel geworden, wenn sich das Remake besser verkauft hätte.“

Vor Resident Evil schärfte Mikami seinem Team stets ein, dass Horror das wichtigste Element im Spiel sei. Nach Resident Evil 4 jedoch stand das Gameplay im Vordergrund, während der Horror in den Hintergrund rückte. „Das alles resultierte aus dem kommerziellen Misserfolg des Resident Evil Remakes. Und natürlich auch, weil sich Resident Evil 4 wirklich gut verkaufte”, so Mikami weiter. “Für mich ist es eine Art anhaltendes Trauma, dass sich das Remake nicht gut verkaufte – viel mehr als die Leute denken.“


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