Im Rahmen eines umfangreichen Interviews hat sich PlayStation-Chef Andrew House unter anderem zum Thema Gebrauchtspiele und DRM geäußert und stellte klar, dass Sony bereits vor der ersten Präsentation der PlayStation 4 in New York im Februar dieses Jahres ein DRM-System für Spiele ablehnte. Gleichzeitig forderte er die Hersteller dazu auf, fairer zu ihren Kunden zu sein.

Man sollte zuerst an den Kunden denken

In einem Gespräch mit dem britischen Magazin The Guardian erklärte House, dass die Menge der Spieler, die ihre gebrauchten Spiele gerne weiterverkaufen würden, keine Minderheit darstellt.

“Was da von den Spielern an Reaktionen kam, ist aus meiner Sicht nicht nur die Meinung einer kleinen lautstarken Minderheit gewesen. Es war der Ausdruck von Besorgnis um die Frage, was Eigentum im Zeitalter digitaler Inhalte eigentlich bedeutet. Wir und andere Unternehmer in der Unterhaltungsindustrie müssen damit sehr bewusst und sehr vorsichtig umgehen. Um es auf den Punkt zu bringen: Wir müssen fair sein und zuerst an die Verbraucher denken”, so House.

Sony plante nie ein DRM-System

Der PlayStation-Chef nutzte zudem die Gelegenheit und stellte nochmal klar, dass man sich bereits lange vor Microsofts Xbox-Präsentation in Washington dafür entschieden hat, kein DRM für Sonys PlayStation 4 zu verwenden. Die Sache war laut House bereits vor der Sony-Präsentation in Februar in New York beschlossen.

“Da gibt es eine interessante Hintergrundgeschichte dazu. Ich glaube, etwa zu der Zeit unseren Februar-Veranstaltung gab es Fragen an uns, wie unsere Online-Politik aussehen würde. Und ich muss sagen, dass wir da etwas perplex waren, weil wir gar nicht die Absicht hatten, unser Modell, das uns, wie ich denke, mehrere Konsolen-Zyklen lang gut gedient hatte, zu ändern”, so House.

Das komplette Interview mit Andrew House kannst du auf der Webseite von The Guardian lesen.


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Kommentare zu "PlayStation 4: „Wir sollten zuerst an die Verbraucher denken“ – Sonys Andrew House über Gebrauchtspiele, DRM und digitales Eigentum"

Sehr interessante Punkte. Natürlich ist der gebraucht Markt nicht klein, gerade deswegen wollen ja die Firmen der ganzen Sache ein Riegel vorschieben. Aber den letzten Punkt finde ich eigentlich ganz lustig.
Erstmal traue ich Sony da nicht ganz so sehr zu das sie NIE darüber nachgedacht haben. Aber trotzdem kaufe ich ihnen die Reaktion ab. Aussagen werden ja (außer bei M$) immer mit der Unternehmensspitze abgesprochen. Wenn da natürlich eine Frage gestellt wird die man nicht mal im Ansatz abgesprochen hat und eigentlich da nichts in der Richtung kommen soll. Dann glaube ich das schon das sie nicht so richtig wussten was sie darauf eigentlich antworten sollten.