SpielebrancheDer Assassin’s Creed-Erfinder Patrice Désilets hat sich im Rahmen der diesjährigen Gamelab-Konferenz in Barcelona unter anderem zum Thema Datenträger, dem Fortschritt der digitalen Versionen, dem Wert der Triple-A-Spiele sowie seinem Rechtsstreit um die Markenrechte von Project 1666 mit dem französischen Entwickler und Publisher Ubisoft geäußert.

Die Zukunft ist digital

Da scheiden sich offenbar die Geister. Während Sonys Guy Longworth noch vor wenigen Tagen in einem Interview behauptete, dass die Spieler beim Kauf nach wie vor lieber zu einer handelsüblichen als zu einer digitalen Version greifen, scheint der Assassin’s Creed-Schöpfer Patrice Désilets da ganz anderer Meinung zu sein.

Wie Désilets vor Kurzem auf einer Gamelab-Konferenz in Barcelona erklärte, haben die meisten Spieler insgeheim längst kein Interesse mehr daran, handelsübliche Versionen im Laden zu erwerben, weshalb er nicht an die Zukunft der Datenträger glaube. Nach Aussage des Entwicklers ist die Zukunft digital und es gibt nichts, was man dagegen machen könnte.

Kleine Projekte sind wie Zeitschriften

Von der Zukunft der großen Triple-A-Titel ist Désilets hingegen überzeugt und glaubt, dass diese bestimmte Qualitäten aufweisen, die kleinere Studios einfach nicht bieten können.

So vergleicht der Macher kleine Produktionen eher mit Zeitschriften wie das People-Magazin, bei denen man die Klatschseiten liest und sie dann wieder beiseite legt, während er den Blockbuster-Spielen eher die Wirkung großer Romane zuschreibt, da diese Spiele durch ihre interaktive Erlebnisse den Spieler tiefer in das Geschehen einsaugen und ihn somit länger bei Laune halten.

Entwickler äußert sich erneut zu Project 1666

Derzeit befindet sich Désilets in einem Rechtsstreit mit Ubisoft, nachdem er im Mai dieses Jahres von Ubisoft gefeuert wurde. Die Rechte an seinem aktuellen Großprojekt, das sich bis vor Kurzem noch bei Ubisoft unter dem Arbeitstitel Project 1666 in der Entwicklung befand, will Désilets auf dem rechtlichen Wege zurückfordern, nachdem der Publisher das Projekt, ohne es endgültig zu beenden, auf unbestimmte Zeit auf Eis legte.

Nach der Klage von Désilets meldete sich Ubisoft zu Wort und erklärte, dass man an keiner außergerichtlichen Einigung interessiert sei und man die Sache auf jeden Fall vor Gericht klären möchte. Dieses Thema griff Désilets auch auf der Gamelab-Konferenz auf und versicherte, dass er für die Rechte an 1666 kämpfen wird.


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