Lorne Lanning, Leiter des Entwicklerstudios Just Add Water, welches aktuell an dem Remake zu Oddworld: Abe’s Oddysee arbeitet, ist für seinen kritischen Ton gegenüber großen Publishern bekannt. So hat er in der Vergangenheit bereits die Veröffentlichungspolitik von Microsoft sowie die Geschäftspraktiken von Electronic Arts kritisiert. Letzteren nimmt er nun erneut ins Visier.

Während eines Interviews mit dem Online-Portal VG24/7, in dem es eigentlich um das aktuelle Projekt des Studios, Oddworld: New and Tasty ging, platzte dem Entwickler der Kragen, als man ihn auf das Thema Publisher ansprach. Dabei zeigte er deutlich, dass er von den großen Konzernen wie Electronic Arts die Nase gestrichen voll hat.

“Scheiß auf das Business. Ich will in diesem Geschäft nicht mitspielen, den dabei kann man nur verlieren”, klagte der Entwickler. “Ich will einfach nicht zurückgehen und das alte Publisher-Spielchen mitspielen. Ich würde lieber keine Spiele mehr machen, als ein verdammter Sklave von Aktienunternehmen zu sein, die sich mehr um ihre Aktionäre, als um ihre Kunden kümmern.”

In dem Zusammenhang kam er auch auf die katastrophale Veröffentlichungsversion von Battlefield 4 zu sprechen und warf die Frage in den Raum, warum man denn das Spiel auf den Markt brachte, obwohl der Titel gar nicht fertig war und die Entwickler klar dagegen waren. Laut Lanning verbrachten die Entwickler von DICE unzählige schlaflose Nächte, um den Titel auf die Beine zu stellen.

“Und dann hat jemand eine Entscheidung getroffen, dass die Aktionäre wichtiger sind als Kunden. Und das kann man oft beobachten. Wie kann man so etwas versauen? Wie kann man dieses verdammte Juwel nehmen und es dann völlig verdreckt auf den Markt bringen?“, so der Macher.


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