Diese Neuigkeit traf wohl die meisten Fans von Oculus Rift ziemlich überraschend. Wie der Entwickler Oculus VR vor Kurzem selbst bekanntgab, wurde das Unternehmen von dem Internet-Giganten Facebook geschluckt. Schlappe 2 Milliarden US-Dollar legte der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg dafür auf den Tisch. Der Deal sorgt bei den Entwicklern für gespaltene Reaktionen.

Erste Meinungen und Reaktionen

Der Minecraft-Schöpfer und Mojang-Chef Markus “Notch” Persson hat nach eigenen Angaben die Mitarbeit mit Oculus VR beendet und stellte die Entwicklung einer VR-Version von Minecraft ein. Auf seinem Twitter-Account schrieb der Macher: „Wir befanden uns in Gesprächen, um eine Version von Minecraft für Oculus zu bringen. Ich habe die Sache nun abgesagt. Facebook ist mir unheimlich.“

In seiner offiziellen Stellungnahme sagte Notch: “Ich möchte auf jeden Fall ein Teil der VR-Entwicklung sein, aber ich will nicht mit Facebook zusammenarbeiten. Ihre Motive sind zu unklar und zu inkonsistent und sie waren in der Vergangenheit keine stabile Plattform. In ihrem Werdegang gibt es nichts, was mir Vertrauen einflößt und das lässt sie für mich unheimlich erscheinen.”

American McGee hingegen ist angesichts der Meldung positiv gestimmt. Auf seinem Facebook-Account gratuliert er beiden Seiten zu dem Deal und hofft, dass die VR-Technik durch den Kauf einer breiteren Masse zugänglich gemacht wird.

Die Gründe hinter dem Deal

Mittlerweile haben sich auch beide Seiten zu Wort gemeldet und die Gründe hinter dem Deal näher beleuchtet. So sagte Zuckerberg in seinem Statement: „Oculus hat die Chance, die sozialste Plattform aller Zeiten zu erschaffen und damit die Art und Weise zu verändern, wie wir arbeiten, spielen und kommunizieren.“

Auch Facebooks Chief Financial Officer David Ebersman meldete sich zu Wort und lieferte einen weiteren Grund für den Kauf. Ebersman Aussage zufolge verbringen rund 40 Prozent der Menschen auf Facebook ihre Zeit damit, Spiele zu konsumieren. Mit dem Erwerb von Oculus Rift wollte man daher ein völlig neues Publikum für die Plattform begeistern.

Palmer Luckey, seines Zeichens Gründer und Chef von Oculus VR, schrieb in seinem Beitrag auf Reddit: „Dies ist ein besonderer Moment für die Spieleindustrie – Oculus‘ etwas unberechenbare Zukunft ist nun kristallklar geworden: Virtual Reality wird kommen, und es wird die Art, wie wir spielen, für immer verändern.“


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Kommentare zu "Oculus Rift: Entwickler für 2 Milliarden Dollar von Facebook gekauft"

Virtual Reality wird kommen, und es wird die Art, wie wir spielen, für immer verändern.”

Aber nicht für mich soviel ist klar. Ich habe das Projekt sehr nüchtern verfolgt. War also bis Dato neutral eingestellt und war weder davon abgeschreckt noch begeistert. Nach dem Facebook Deal kann ich sagen, ich bin absolut abgeschreckt und werde so ein Ding nie benutzen. Von einem anderen Entwickler? Vielleicht aber Oculus ist leider für mich persönlich gestorben.