Im Rahmen einer Telefonkonferenz wurde Nintendo seitens der Investoren ein Vorschlag unterbreitet, dem Beispiel anderer Unternehmen zu folgen und die Dritthersteller von Videospielen mit finanziellen Anreizen dazu zu motivieren, Spiele für die Nintendo Wii U zu veröffentlichen. Nintendos Präsident Satoru Iwata lehnte den Vorschlag jedoch kategorisch ab.

„Ich denke, es ist nur natürlich, dass es einen Unterschied zwischen den Publishern gibt, die ähnlich wie Nintendo genügend Ressourcen für die Entwicklung von Software haben und denjenigen, bei denen das nicht der Fall ist“, wird Iwata von Gamesindustry zitiert. „Seit unser ehemaliger Präsident Yamauchi verstorben ist, habe ich darüber nachgedacht, was er uns letzten Endes gelehrt hat. Er sagte, dass das Schlimmste, was wir in der Unterhaltungsbranche tun können, ist, das zu tun, was andere tun und er sprach mir dabei direkt aus dem Herzen.”

“Anderen zu folgen und sie zu imitieren ist genau die Art der Argumentation, die Nintendo am meisten zu vermeiden versucht. Und während wir der Stärkung unserer Beziehungen mit den Drittanbietern nicht grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen, sind wir der Meinung, dass die Verwendung der gleichen Methodik wie die anderen Hersteller nur zu den versimpelten Wettbewerbsansätzen, wie Preiskämpfen oder Geld-Investitionen, führen wird. Und das würde nie enden. Wir aber würden gerne unseren eigenen einzigartigen Ansatz verfolgen und nachhaltige Partnerschaften zu den Drittherstellern aufbauen”, so der Macher.

Das Thema kam auf den Tisch, weil der von Nintendo für das komplette Geschäftsjahr angepeilte Umsatz von 920 Milliarden Yen offenbar nicht erreicht werden kann, da zu Hälfte des Jahres nur 196 Milliarden generiert wurden. Iwata erklärte, dass man es nun mal nicht voraussagen könne, wie die Kunden auf neue Produkte reagieren, bis sie es nicht selbst ausprobiert haben. Dabei verwies er auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft, das noch weitere Umsätze verspricht.


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Kommentare zu "Nintendo: Keine finanzielle Anreize für Drittanbieter – “Wir wollen nachhaltige Partnerschaften zu den Drittherstellern aufbauen”"

Eine gute Einstellung und ich glaube auch das Nintendo eine Firma ist die Genug Geld um auch solch eine Aussage zu vertreten. Zum Teil haben wir ja bei der WiiU gesehen was passiert wenn ein Produkt sich nicht so gut verkauft und man den Drittanbietern nicht genug Zucker in den Arsch bläst.
Das gute ist natürlich das Nintendo selber genug gute Spiele hat um nicht unbedingt von Drittanbietern abhängig zu sein.