Microsoft LogoWährend Sony und Nintendo größtenteils von den Indi-Studios gelobt werden, erntet Microsoft mal wieder Kritik. Statt die kleinen Entwickler zu fördern, legt der Redmonder Konzern den Machern Steine in den Weg und sorgt durch einen chaotischen Veröffentlichungsprozess für Frust bei den Studios. Das behaupten zumindest die Entwickler von Braid und Retro City Rampage.

Schlechter Umgang mit den Entwicklern?

So kritisiert beispielsweise Jonathan Blow, der Schöpfer des genialen Puzzle-Adventures Braid, in einem Gespräch mit der Webseite Wired die Vorgehensweise von Microsoft.

„Microsoft behandelt unabhängige Entwickler sehr schlecht“, so der Macher. Microsofts Haltung gegenüber den Indi-Entwicklern sei, “sie so viel Schmerzen spüren zu lassen, wie sie ertragen können, um das zu kriegen, wonach ihnen in dieser Woche der Sinn steht.”

Als Konsequenz wird Blow sein nächstes Projekt, das unter dem Titel The Witness bereits während der Sony-Präsentation gezeigt wurde, zuerst auf der PlayStation 4 veröffentlichen. Wie der Entwickler betont, hat er für diese Zeitexklusivität kein zusätzliches Geld von Sony erhalten.

Chaotische Zusammenarbeit

Auch der Retro City Rampage-Entwickler Brian Provinciano berichtete gegenüber Wired über seine schlechten Erfahrungen mit Microsoft. So wurde die Veröffentlichung seines Spiels zuerst komplett abgesagt, als er den Veröffentlichungsprozess auf Xbox Live Arcade öffentlich kritisierte.

Provinciano war daraufhin gezwungen, sein Projekt erneut einzureichen, was rund sechs Monate Verhandlungszeit nach sich zog. Schlussendlich musste er einen Publisher an Bord holen, um das Spiel doch noch zu veröffentlichen, doch dann vermasselte es Microsoft ein weiteres Mal.

“Jemand hat einen Fehler gemacht und veröffentlichte es für 10 US-Dollar auf Xbox Live statt für 15 US-Dollar, so dass die meisten der verkaufen Exemplare ein Drittel weniger einbrachten”, erklärte der Entwickler.

Lob für die Konkurrenz

Für Microsofts Konkurrenten hat der Macher dagegen nur Lob übrig. “Sony war unglaublich unterstützend und hat das Spiel sehr gut vermarktet. Es wurde großzügig und ohne weitere Kosten für mich beworben – von Werbung im PS Store über Events wie der E3 bis hin zu spielbaren Versionen in jedem Kiosk, Walmart, Best Buy, GameStop, Target und Future Shop in Nordamerika. Selbst in meinen wildesten Träumen hätte ich das nicht erwartet”, sagte Provinciano.

Auch bei den Dev-Kits scheinen Sony und Nintendo der Konkurrenz voraus zu sein, denn diese bezeichnet der Entwickler als die besten, mit denen er jemals gearbeitet habe. Hier hört man auf das Feedback der Entwickler und setzt dieses auch um, heißt es weiter. Klingt stark danach, als müsste Microsoft noch einiges nachbessern.


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Kommentare zu "Microsoft: Unternehmen sorgt für Frust bei Indie-Entwicklern – Lob für Sony und Co."

Ganz ehrlich, wow das hätte ich jetzt nicht erwartet. Das Sony da so unterstützend ist hätte ich nach den letzten Jahren irgendwie nicht gedacht.
Aber gut Sony muss ja gut dastehen, die brauchen Geld und einen schlechten Ruf können die sich momentan einfach nicht leisten.