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Die Diskussionen rund um den Rauswurf des Team Lemondogs reißen nicht ab. Doch so langsam scheint sich der Urwald aus Fehlinformationen und Halbwahrheiten zu lichten. Interessanterweise befindet sich hinter dem Wald ein Sumpf voller Anschuldigungen…

Um das Ganze besser zu verstehen, müssen wir ein paar Wochen in die Vergangenheit reisen. Dort begann das Team Lemondogs Gespräche mit den Ninjas in Pyjamas darüber, ihren LCS Platz zu verkaufen aufzunehmen. Wir erinnern uns, die Ninjas in Pyjamas haben es nicht geschafft, wieder in die LCS einzuziehen. Doch diese Gespräche kamen zum Erliegen, als sich Riot am 6. Januar an die beiden Organisationen wandte und ihnen erklärte dass sie Änderungen an den LCS-Verträgen vornehmen werden.

Durch diese Änderungen wollte NiP den Platz der Lemondogs nicht mehr kaufen und teilte das den Lemondogs auch so mit. Doch die Lemondogs hatten nun ein Problem, denn das Team und die Organisation hatte sich mehr oder minder schon aufgelöst.

Es bleibt hier anzumerken, dass es eher ungewöhnlich ist, einen Großteil der Belegschaft und des Teams zu entlassen, bevor ein Vertrag um den Verkauf des Platzes überhaupt zu Stande kam. Des Weiteren erklärte NiP vor Kurzem auf Reddit, dass am Tag der Regeländerung von Riot klar war, dass man den Platz der Lemondogs doch nicht kaufen wird und dies den LD bewusst war. Warum also dennoch alle Leute entlassen wurden und behauptet wird, man stand mit NiP bis einen Tag vor der Deadline in Verhandlung, bleibt ein Rätsel.

Es lag kein vollständiger Vertrag vor!

Doch zurück zum Thema. Das Team Lemondogs schaffte es gerade so, vor der Deadline wieder ein Team zusammenzubauen und diese auch die Papiere unterzeichnen zu lassen. Damit nicht genug, der Besitzer der Lemondogs, Daniel Aicardi, berichtete, dass er mit Riot in Kontakt stünde und er sie schon vorgewarnt habe, dass wohl einige Punkte bei den Verträgen fehlen werden, aber das ganze Team bereitstünde, um die noch benötigt Informationen nachzulegen, wenn Riot diese bräuchte. Auch Riot signalisierte, dass sie damit wohl kein Problem hätten und sie dann gerne auf die Lemondogs zurückkämen.

Da stellt sich dann natürlich die Frage: Warum ging es trotzdem schief? Zu dieser Frage äußerte sich Riot selbst jetzt im Detail: Die Verträge gingen 2 Minuten vor Ende der Deadline um 23:59 Uhr ein. Die Verträge dann zu prüfen und Änderungen an diesen vorzunehmen, wäre zu knapp gewesen. Des Weiteren erklärte Riot, dass die Verträge massiv unvollständig waren.

Wie sich jetzt herausstellte sogar so unvollständig, dass ein Blatt Papier, auf dem wichtige Informationen hätten eingetragen werden müssen, nur die Unterschrift eines Spielers trug und sonst komplett blank war. Dies wurde Riot dann scheinbar zu bunt, besonders weil es nicht die erste Deadline war, die Riot den LD auferlegt hatte, und sie erklärten die Lemondogs kurzerhand für disqualifiziert.

Lemondogs-Besitzer Daniel Aicardi kündigte heute an, dass sich das Team wohl auflösen werde, er aber Pläne habe, die Organisation Lemondogs in League of Legends zu halten.


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