Kickstarter - LogoTrotz der zahlreichen neuen Projekte, die in jüngster Vergangenheit über Kickstarter finanziert wurden, hält Entwickler-Guru Sid Meier wenig von dem Konzept der Crowdfunding-Plattform. Wie er in einem Interview verriet, lasse diese Art der Finanzierung wenig Spielraum für spontane Innovationen, da das Konzept bereits in der frühen Entwicklungsphase feststehe.

“Ich denke, dass man sich irgendwie zu früh auf ein bestimmtes Konzept festlegt”, erklärte Sid Meier in einem Gespräch mit dem Online-Magazin GamesIndustry. “Ich genieße wirklich diesen Luxus, meine Designs im Laufe der Zeit zu ändern und weiter zu entwickeln. Bei Kickstarter wäre ich ein wenig besorgt, wenn ich mich auf X, Y und Z festlege und auf dem Weg dorthin herausfinde, dass Z nicht auf die Art funktioniert, wie ich es versprochen habe.“

Wie Meier erklärt, birgt sowohl der Weg der Indie-Szene über Finanzierungsplattformen als auch die Zusammenarbeit mit einem Publisher seine Vor- und Nachteile. Er selbst scheint jedoch mit dem Vertrag, den das Entwicklerstudio Firaxis Games mit dem Publisher 2K Games abgeschlossen hat, zufrieden zu sein. “Sie kümmern sich um all den Kram, mit dem ich nichts zu tun haben möchte und erlauben es mir, Spiele zu entwickeln und mich wirklich auf den Part zu konzentrieren, auf den es ankommt, wenn es darum geht, ein Spiel herauszubringen.“

“Ich darf Spiele gestalten, ich darf Spiele programmieren, ich kann mit Grafikdesignern und Sound-Experten zusammenarbeiten und all das machen, was mir Spaß macht“, so der Entwickler weiter. „Sie [die Publisher] kümmern sich hingegen um das Testen, die Veröffentlichung, die Werbung und den Verkauf. Alles wovon ich keine Ahnung habe, erledigen sie für mich. Also Hut ab vor Chris Roberts und Kickstarter, aber einen guten Publisher zu haben ist eine echte Bereicherung und es erlaubt mir, mich auf Dinge zu konzentrieren, die ich kann, ohne mich um all die Sachen zu sorgen, über die man sich sonst sorgen müsste.“

Zuletzt zeichnete sich der Macher für sein erstes Mobile Game Sid Meier’s Ace Patrol verantwortlich, das am 9. Mai 2013 für iOS veröffentlicht wurde.


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Kommentare zu "Kickstarter: Sid Meier hält die Crowdfunding-Plattform für unflexibel"

nun ja 2K ist auch kein schlechter Publisher, aber wenn ich die Wahl zwischen einen Publisher habe der misst ist und Kickstarter, dann wähle ich Kickstarter.
Und der gute Sit hat Kickstarter nicht ganz verstanden. Die Leute gehen zu Kickstarter weil sie meist Kein Publisher gefunden haben bzw. finden würden!

Jop genau das ises.
Kickstarter sollte auch eine Plattform für kleine Firmen blieben die nie im Leben einen Publisher finden würde weil sie denen einfach nicht genug bieten können. Was im umkehr Schluss aber nicht heißen muss das dass Spiel oder die Idee dahinter schlecht ist.
Wenn ich mir alleine Shadowrun Returns angucke sehe ich das da massig Potenzial drin steckt aber dieses erkennt man halt nicht sofort oder es ist zu riskant für Publisher.