Ken Levine, Co-Gründer der Entwicklerschmiede Irrational Games und einer der kreativen Köpfe hinter der Bioshock-Reihe, hat sich im Rahmen eines Interviews zum Thema moralische Entscheidungen in Spielen geäußert. Wie der Macher dabei verrät, ist er mit den drei Enden des ersten Bioshock-Ablegers nicht mehr zufrieden und würde diese daher am liebsten zurücknehmen.

Wie der Macher in einem Gespräch mit dem GQ Magazine erklärte, sollte die Moral ein natürlicher Prozess in einem Spiel sein und auf den Entscheidungen des Spielers, die er im Verlauf einer Handlung trifft, basieren. Im ersten Teil der Bioshock-Reihe setzte man dem Spieler aber stattdessen einfach nur ein paar Möglichkeiten vor, aus denen dieser wählen konnte. Aus diesem Grund würde Levigne die drei Enden des Erstlings am liebsten wieder ungeschehen machen.

“Ich bin an moralischen Entscheidungen in Spielen interessiert. Aber nicht daran, einfach A oder B zu wählen”, sagte Levigne. “Ein Teil von Bioshock, bei dem ich es mir wünsche, ihn zurücknehmen zu können, sind die drei Enden. Was ich persönlich machen möchte – und ich bin immer noch dabei herauszufinden, wie – ist eine narrative Erfahrung mit einem Wiederspielwert zu erschaffen, ohne dabei den Weg A, B oder C verändern zu müssen. Wenn man sich ein Fußballspiel anschaut, dann ist da ein Satz von Regeln, mit einer unendlichen Vielfalt an Drama. Das wirkt natürlich und hat einen Wiederspielwert.”

Ein weiteres gutes Beispiel für das, was wir “Metadrama” nennen, sei laut Levigne die Civilization-Reihe, wo durch Aktionen der Spieler ein dramatischer Handlungsbogen mit echten Konsequenzen erstellt wird, den ein Designer nicht unbedingt vorhersehen kann.


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