Thema Videospiele - Manfred Spitzer

Der Umgang mit den digitalen Medien, darunter auch Videospielen, gehört heutzutage für viele Menschen zu den alltäglichen Dingen dazu. Ob Arbeit, Kommunikation oder Unterhaltung, die neue Medien sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Laut dem Psychiater Manfred Spitzer macht der übermäßige Umgang damit jedoch dumm und ist pure Zeitverschwendung.

Es gab in der Vergangenheit bereits andere vermeintliche Gelehrte, die sich auf die Fahne geschrieben haben, die digitalen Medien, allem voran die Videospiele, mit ihren Aussagen ins negative Licht zu rücken.

Da hätten wir Christian Pfeiffer, den Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, der den sogenannten „Killerspielen“ die Fähigkeit zusprach, junge Menschen zu desensibilisieren, sie zu konditionieren, ihre Tötungshemmungen abzubauen und ihnen Spezialkenntnisse über Waffen und militärische Taktik zu vermitteln. „Killerspiele entstammen den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden“, meint Pfeiffer.

Dann gibt es noch den Psychiater und Psychologen Manfred Spitzer, der sich nun im Rahmen eines Interviews mit der ZDF-Sendung Pixelmacher zu dem Konsum und die Folgen von neue Medien äußerte. Den Videospielen steht Spitzer generell kritisch gegenüber: Spiele sind Zeitverschwendung und führen bei längerfristigem Konsum zur Fettleibigkeit und verringerten motorischen Fähigkeiten (hoffen wir, dass der Verfasser dieser News seine motorischen Fähigkeiten noch lange genug behält, um diese News zu Ende zu schreiben).

In einigen Punkten könnte man Herr Spitzer sogar recht geben, beispielsweise, dass stundenlanges Arbeiten an PC oder mehrstündige Session an der Konsole, ohne entsprechenden Ausgleich auf Dauer schädlich sind. Ob die frühe Berührung mit den neue Medien für Heranwachsende schädlich für ihre Entwicklung ist,  darüber ließe sich diskutieren. Pfeiffer ist jedenfalls der Meinung, dass Bill Gates und Steve Jobs heute nicht die wären, die sie sind, wenn sie in jungen Jahren bereits eine PlayStation gehabt hätten.

Kenntnisse über Videospiele, um über diese zu urteilen, benötigt man laut Manfred Spitzer nicht, denn es reicht, die wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema zu kennen, um zu sagen, was aus der wissenschaftlicher Sicht davon zu halten ist. „Ich behandle hier seit Jahren depressive und schizophrene Menschen und ich bin selbst nicht schizophren“, so Spitzer. Das entsprechende Video-Interview kannst du dir in der ZDF Mediathek anschauen.

Bildquelle: ZDF


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Veröffentlicht in: News

Kommentare zu "Interview: Spiele sind Zeitverschwendung – Psychiater Manfred Spitzer im ZDF-Interview"

Irgendwie immer wieder lustig solche Aussagen zu lesen/hören.
Ich bin also Depressiv und Schizophren weil ich seit Kindesalter an Videospiele spiele? Muss ich dringend ma mein Dok fragen ^^.
Gut, es gibt Punkte in dem stimme ich mit diesem Bericht überein, aber naja.

Quote: (hoffen wir, dass der Verfasser dieser News seine motorischen Fähigkeiten noch lange genug behält, um diese News zu Ende zu schreiben).

Schön geschrieben ^^