Heroes of the Storm -Fragerunde 17.12.2013

Wie angekündigt fand heute Abend ein Live-Q&A zu Heroes of the Storm mit Game Director Dustin Browder, Senior 3D Artist Phill Gonzalez und Community Manager Kevin Johnson statt! Im Rahmen dessen haben die Entwickler einen ganzen Schwung Fragen aus der Community beantwortet, wobei u.a. die Themen Beta, Emotes und Disconnect zur Sprache kamen. Eine Zusammenfassung aller Antworten findest du hier!

Auf eine der wohl drängendsten Fragen gingen Browder und Johnson schon sehr früh ein: Wie sieht es mit der Beta von Heroes aus?

Laut den Entwicklern soll diese so bald wie möglich kommen. Wann genau die Testphase beginnen kann, hängt aber letztendlich von der Technik ab. Dustin Browder betont, dass es bei der Software-Entwicklung viele Unsicherheitsfaktoren gibt und viele Dinge schiefgehen können. Daher können die Entwickler noch nicht genau sagen, wann die Beta letztendlich startet.

Intern wird bei Blizzard jedoch bereits getestet und gespielt, Zugänge/Codes wurden extern allerdings noch nicht verteilt. Vorsicht also bei Seiten, die behaupten, sie würden bereits Beta-Zugänge verteilen. Dabei handelt es sich um Betrugsversuche!

Wie unterscheidet sich Heroes von den Standard-MOBAs? 

Laut Dustin Browder gibt es einige bedeutende Unterschiede. Der wohl bedeutendste aus Sicht des Gameplays sei die Nutzung der Maps und des Map-Designs, um neue Strategien zu ermöglichen. Die unterschiedlichen Karten würden Einfluss darauf haben, wie man spiele, wie man seine Talente verwende und zu einem gewissen Grad vielleicht auch darauf, für welchen Helden man sich entscheidet.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei, dass in Heroes alle wichtigen Charaktere aus allen Blizzard-Spielen an einem Punkt zusammenkommen würden. Weiterhin sei das Team bemüht, jeden Bestandteil des Spiels so gut wie möglich zu machen – wobei man nicht davor zurückschrecke, bei Bedarf alles zu ändern.

Der letzte Punkt, den Browser anspricht, ist die Länge der einzelnen Spiele. Diese wird ca. 15-25 Minuten betragen und somit verhältnismäßig kurz ausfallen. Die Matches würden sich dadurch sehr schnell anfühlen und seinen voller Action, so die Entwickler.

Wird es auf den Karten Umgebungselemente geben, die die Fähigkeiten oder die Bewegungsgeschwindigkeit der Helden erhöht?

Laut den Entwicklern ist das naheliegendste Beispiel dafür das Schlachtfeld Drachengärten. Hier gilt es, zwei Obelisken zu erobern. Ist das geschafft, wird der „Dragon Shrine“ freigeschalten und ein Mitglied des Teams kann dadurch zum „Dragon Knight“ werden. Der Dragon Knight bewegt sich für begrenzte Zeit schneller, kann Gegner weit weg schleudern und weitere mächtige Fähigkeiten nutzen.

„Das ist eine coole Idee und wir können sicherlich und wir können sicherlich noch mehr davon machen“, so Browder.

Wird es Helden aus alten Blizzard-Titeln wie Lost Vikings oder Blackthorne geben?

Laut Kevin Johnson sind einige der Jungs auf jeden Fall auf der Liste der geplanten Helden. Dustin Browder ergänzt, er sei wirklich überrascht gewesen, wie groß der Wunsch der Community gewesen sei, die Lost Vikings ins Spiel zu integrieren. „Ich weiß, dass es ein „Design in Progress“ bei den Lost Vikings gibt“, so der Game Director. Das sei zwar noch kein Versprechen, dass die Wikinger wirklich kommen, aber man arbeite daran.

Spiele wie Heroes haben den Ruf, Neueinsteigern feindlich gesinnt zu sein. Welche Pläne haben die Entwickler bezüglich des Spielerlebnisses für neue Spieler?

Wie Dustin Browder erklärt, habe man das Spiel so gestaltet, dass die Matches kürzer ausfallen. Wenn man verliere, habe man also nicht zu viel Zeit investiert. Zusätzlich dazu zählen die gesammelten Erfahrungspunkte für das ganze Team, sodass niemand Angst haben muss, abgehängt zu werden und ein sehr viel niedrigeres Level als alle anderen zu haben.

Man könne keine Tötungen von seinen Mitspielern stehlen. Wenn ein Gegner auftauche, sei die Devise also: „Schnappt ihn euch“. Es ist gut für das ganze Team, wenn der Kill klappt. Zusätzlich dazu gebe es natürlich noch Tutorials, Spiele gegen KI, Training-Modi etc.

Wird es Emotes wie /taunt oder /dance geben?

Die Antwort von Kevin Johnson ist eindeutig: „Ja! Wir haben jede Menge Dance-Animationen gemacht. Sie sind hübsch.“

Was sagen die Entwickler dazu, wenn ihr Spiel als „Casual“ bezeichnet wird? Wird es eine kompetitive Szene geben?

Ob aus Heroes ein Hardcore-eSport-Spiel wird, hängt laut Browder von den Spielern ab. Die Entwickler würden sich zwar bemühen, die dafür nötigen Features wie etwa Replays, zur Verfügung zu stellen – ob das Spiel aber letztendlich diesen Weg einschlage, das müsse die Community entscheiden.

Wird es einen Zuschauermodus geben?

Ja, es wird einen Zuschauermodus geben. Es wird viele der Funktionen geben, die bereits aus Starcraft bekannt sind, da Heroes auf der gleichen Technologie aufbaut. Wenn man das Spiel verlässt, erhält man keine Belohnung aus dem Spiel.

Wie wird mit einem Disconnect umgegangen? 

Laut Dustin Browder experimentieren die Entwickler mit einer Reihe von Möglichkeiten. Was die finale Lösung ist, steht derzeit noch nicht fest.

Verlässt man Matches zu häufig, wird sich die Strafe auf die Belohnung auswirken, die man aus zukünftigen Spielen erhält. Browder betont allerdings, dass es die Möglichkeit geben wird, in ein Spiel zurückzukehren, das man verlassen hat. Hatte man also einen Disconnect, weil z.B. der Router einen Aussetzer hatte, kommt man wieder ins laufende Match.

Zudem könne die KI für Spieler übernehmen, die längere Zeit AFK waren. Es gebe also einen ganzen Haufen Möglichkeiten, um mit Disconnects umzugehen. Browder hofft allerdings, dass die Tendenz, ein Spiel zu verlassen, aufgrund der kurzen Dauer von rund 20 Minuten gering ist.

In Heroes erhält das Team Erfahrungspunkte und steigt im Level auf. Glauben die Entwickler, dass das Team, das als erstes Level 10 erreicht und so die Ultimates als erstes freispielt, einen großen Vorteil hat?

Laut den Entwicklern ist das definitiv ein Diskussionsthema innerhalb des Teams. Die Befürworter würden damit argumentieren, dass solche „break points“ im Spiel Strategien fördern würden. Ein Nachteil sei natürlich, dass die Spanne zwischen den Leveln der beiden Teams unter Umständen zu groß werden könnte.

Bisher sei es hier noch zu keinen Problemen gekommen, man müsse allerdings sehen, wie sich die Situation in einer Live-Umgebung entwickle.

Wird der Blizzard Map-Editor verfügbar sein?

Die Entwickler freuen sich darauf, Mod- und Map-Machern Zugang zu den Tools zu geben, die die Devs benutzen. Ob es in der Beta, zum Launch oder erst nach dem Launch kommt, steht aber noch nicht fest.

Wird es einen Mac-Client geben? Wird es Free2Play?

Ja und ja!

Wie funktionieren die Talente? Unterscheiden diese sich von Held zu Held?

Aktuell gibt es eine Reihe von Talenten, die bei den Helden gleich sind, wie z.B. +20 Attack Damage. Man arbeite aber daran, die Talente bei den einzelnen Helden zu individualisieren. Abathur zum Beispiel würde eine komplette Überarbeitung benötigen, denn der Held könne wirklich nichts von irgendeinem anderen Helden in irgendeiner Situation verwenden, da er so einzigartig sei.

Wie genau funktionieren die geteilten Erfahrung (und Gold?) für das Team? 

Gold gibt es nicht, nur Erfahrungspunkte für das Team. Durch die Erfahrungspunkte steigt man im Level auf und dadurch erhält man wiederum Zugang zu mehr Talenten für sich und das eigene Team.

Jeder, der sich in der Nähe eines Kills (Minion oder gegnerischer Held) befindet, sammelt Erfahrungspunkte für das Team. Solange man also alle Lanes abdeckt und sich in der Nähe der Action befindet, erhält man die maximal mögliche Menge an Erfahrungspunkten.

Werden die Entwickler Maßnahmen ergreifen, damit das Zuschauen bei Heroes genau so spannend wird wie das Spielen?

Aktuell konzentrieren sich die Entwickler darauf, das Spielen von Heroes zu einem großartigen Erlebnis zu machen. Anschließend werde man sich dann weiter zum Zuschauer-Erlebnis vorarbeiten.

 Angenommen, ich wähle einen Diablo-Champion, kann ich den StarCraft-Suite tragen?

Das Zusammentreffen der Blizzard-Universen in Heroes ist ein großer Spaß. Auf der BlizzCon wurde z.B. der Barbar aus Diablo 3 in einer WoW-Krieger-Rüstung gezeigt. Dadurch ergeben sich jede Menge Möglichkeiten. So können die Entwickler beispielsweise einen Dämonenjäger aus D3 in ein Jäger-Outfit aus WoW stecken oder Nova einen Amazonen-Skin verpassen.

Die Aufzeichnung der Fragerunde kannst du dir hier noch einmal ansehen:


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