Guild Wars 2 - Asura gegen RiesenmoskitoAm 28.08.2012 feiert Guild Wars 2 sein offizielles Release. Das MMORPG setzt dabei nicht auf ein Abo-Modell. Um in den Genuss aller Inhalte zu kommen, ist lediglich der Kauf der Vollversion nötig. Im Interview mit Polygon sprach Chris Lye, Global Brand Manager bei ArenaNet, nun darüber, warum er glaubt, dass Abo-Gebühren heutzutage eher schädlich für ein MMO sind.

Nach wie vor setzen viele Entwickler bei ihren MMOs auf ein Abo-Modell. Lye ist jedoch der Meinung, dass gerade dieses Modell in der heutigen Zeit dem Erfolg eines neuen MMOs eher schadet als zuträglich ist. Er könne zwar mental nachvollziehen, warum MMO-Entwickler das Abo-Modell bevorzugen würden. Die Entwicklung eines solchen Spiels sei riskant genug, viele würden dabei nicht das Risiko durch ein komplett neues Geschäftsmodell gefährden wollen.

Lye ist jedoch der Meinung, dass sich jeder Entwickler in der heutigen Zeit überlegen müsse, ob ein Abo-Modell wirklich das Beste für das Spiel sei. Er denke, dass dies in vielen Fällen nicht zutreffe. Zwar sei nach wie vor Geld mit Abo-Spielen zu machen, aber auch Unternehmen wie Blizzard und Bioware würden mittlerweile die Auswirkungen der Marktänderung durch sinkende Abonnentenzahlen und nötige Entlassungen zu spüren bekommen.

Viele Spieler würden heute nicht mehr in einem Abo-Modell gefangen sein wollen, sondern sich ein „a la carte“-Modell wünschen, bei dem sie für das zahlen, was ihnen gefällt. Hierbei handele es sich jedoch noch um ein relativ experimentelles Geschäftsmodell, das sich noch im Wandel befinde.

Viele Publisher würden zur Kostendeckung auf Mikrotransaktionen setzen, was laut Lye jedoch nicht die Lösung für alle Probleme sei. Ein großer Teil der Spieler würde wahrscheinlich niemals für Mikrotransaktionen bezahlen, was die Entwickler respektieren müssten. Diese Spieler würden dem Spiel jedoch einen Wert geben, indem sie mit ihrem Charakter im Spiel seien, Gruppen bilden, Gilden gründen und ein Teil des Sozialgefüges darstellen würden. Daher müsse man kontinuierlich Updates sowohl für die zahlende als auch nicht zahlende Spielergruppe zur Verfügung stellen.

Lye ist der Meinung, dass die Abkehr vom Abo-Modell die Zukunft darstellt, allerdings könnte das nicht nur positive Auswirkungen haben. Bei ArenaNet habe man durchaus Bedenken, dass eine abofreie Umgebung dazu führe, dass die Community schwerer zu überwachen sei. „Kleine Spiele mit kleinen Communities sind besser zu kontrollieren und allgemein gesitteter“, so Lye.

Je mehr sich ein Titel zu einem Blockbuster entwickele, je wahrscheinlicher sei es, dass mehr Leute dazustoßen würden, die man nicht immer kontrollieren und moderieren könne. Man erwarte, dass die Guild Wars 2-Community deutlich größer als die des Vorgängertitels werde, was die Bedenken noch relevanter macht. Es sei jedoch noch zu früh, darüber ein Urteil zu fällen. Man werde die Sache auf jeden Fall beobachten und wolle sicherstellen, dass man bei Guild Wars 2 eine gesunde und hilfsbereite Community aufrechterhalte. Das gesamte Interview kannst du bei The Verge lesen.

Was glaubst du? Sind Spiele mit Abo tatsächlich ein Ausläufermodell oder können sie sich auch in Zukunft noch halten?

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Kommentare zu "Guild Wars 2: Abo-Gebühren heutzutage eher schädlich für den Erfolg eines MMOs"

Also das Modell von Guild Wars 2 find ich echt gut, besser als Abogebühren. Bei Free2Play hab ich nach wie vor meine Bedenken. Bei vielen F2P-Games ist es ja leider immer noch so, dass man Bezahlen MUSS, um gut dabei zu sein (abgesehen von einigen Ausnahmen). Daher bevorzuge ich da doch noch das traditionelle Abo-Modell, bei dem mir dann alle Inhalte zur Verfügung stehen.

ich finde es Gut, was Area Net da macht.

Ich habe mir allein wegen den abo gebüren KEIN World of Warcraft zugelegt. Ich mein ich zahl doch nicht den Vollpreis für ein Spiel (früher glaub 59,99 €) und zahl dann nochmals Abo-Gebüren in höhe von 12,99 € Monatlich (das heißt wer von anfang an dabei ist hat allein Abo-Kosten in höhe von 1169,10 € pro Spieler!). Gehts noch? Deshalb begrüße ich Guild Wars 2. Hoffentlich lernt Blizzard mal was daraus, dass man Kunden nicht so behandeln sollte, weil die zweigen überall das Geld aus deren Taschen!

F2P finde ich immer gut, nur sehe ich bei einer Vilezahl an MMO´s, dass diese InGame-Shops besitzen, die einen fast schon zwingen etwas mit echtem Geld zu kaufen, um mit anderen mithalten zu können oder das Spiel überhaupt zu mögen. Ich habe aber gehört, dass es in Guild Wars 2 einen solches Shop geben soll, der aber nur Wertartikel anbietet, die das Aussehen des Charakters verändern, nicht seine Attribute, so etwas finde ich okay, von mir aus, zieht euch alle feine Röcke an oder kauft euch Rüschen für die Schühchen aber ich werde euch alle weghauen! xD

Nochmal kurz zu den Kommentaren zu World of Warcraft. Ich habe eine ganz einfache Methode meinerseits entwickelt, die mit optimalen Genuss und zugleich ein Geld-sparendes Spielerlebnis, das keine Langeweile aufkommen lässt.Ich kaufe mir eine Pre-Paid Karte mit 60 Tagen Spielzeit, spiele diese dann und nutze sie natürlich auch aus, nach diesen 2 Monaten warte ich dann wieder 4-5 Monate um erstens, den Spielspaß am Neuen zu erhöhen und zweitens möglichst viel Geld zu sparen.
Wenn man es eratragen kann nicht jeden Tag WoW zu spielen und zwischenzeitlich mal z.B. Guild Wars 2 Spielt hat mit diesem angepassten Modell freude 😀

Meine Meinung hier für euch.

Das Guild Wars Konzept ist so in Ordnung.
Auch finde ich das die normalen Abogebühren wie z.B. bei WOW, OK sind. So hat man immer den Überblick über die Kosten. Natürlich mus dann auch ständig für neuen Inhalt gesorgt werden.
Alle anderen Methoden, wie kaufen von Diamanten, Edelsteinen usw. um auch nur einen Heiltrank zu kaufen oder um in Dungeons gehen zu können, wie auch MMO Auktionshäuser wo man mit Echtgeld einkaufen kann, für reine Abzocke.
Denn dann verliert man schnell den Überblick über die Kosten.
Und dann werden die Betreiber der Spiele auch noch gierig, wie z.B. bei Drakensang Online, da muss man mal schnell 2+ Euro für das Identifizieren eines besseren Items hinblättern, da man es sonst nicht benutzen kann oder wenigstens sieht ob es etwas taugt. Und man findet einige davon oder kann sie sich basteln.