Ein 15-jähriger hat vor Kurzem in Großbritannien eine Bank überfallen und diese mit Hilfe einer Plastikpistole ausgeraubt. Für die britischen Medien ist der Schuldige an dem Vorfall schnell ausgemacht: Rockstars neuer Hit Grand Theft Auto 5 könnte den Teenager zu der Tat verleitet haben. Dabei ist es bisher völlig unklar, ob dieser das Spiel überhaupt gespielt hat.

Musterschüler auf Abwegen

Die Ausbeute des 15-jährigen Räuber beläuft sich auf 2.200 britische Pfund. Beim Überfall soll er geschrien haben: “Verdammt ich spaße nicht, ich bin gerade nach fünf Jahren aus dem Gefängnis entlassen worden.“

Überführt wurde der Teenager schließlich von seiner eigenen Mutter, die das Geld und die Plastikpistole in seinem Zimmer fand und damit zur Polizei ging. Da die schulischen Leistungen des Jungen einwandfrei sein sollen und er aus einer angeblich intakten Familie kommt, vermutet der zuständige Richter Ian Lomax, dass der Nachwuchsräuber von etwas, das er gespielt oder gesehen hat, zu dem Überfall verleitet wurde.

“Es ist ein bizarrer, surrealer Fall eines jungen Mannes, der fast wie ein Real-Life-Action-Videospiel anmutet – nichtsdestotrotz war es ein Raubüberfall,“ so Lomax.

Videospiele schüren Gewalt unter den Schülern

Auch wenn DailyMail in ihrem Artikel Grand Theft Auto 5 nie als direkten Schuldigen nennt, so deuten diverse Ausführungen über gewalttätige Spiele darauf hin, wohin man die Aufmerksamkeit der Leser lenken möchte. So sagte Nicolas Robinson, Lehrbeauftragter in Politik und Videospielforschung an der University of Leeds dazu: “Sie müssen 18 Jahre alt sein, um Grand Theft Auto kaufen zu können, aber landen diese Spiele am Ende in den Händen von Kindern, die sie nicht spielen sollten? Die Antwort darauf ist absolut ja.”

„Die Kinder sollten vor bestimmten Inhalten geschützt werden”, so Robinson weiter. “Ich glaube, Grand Theft Auto ist ein sehr anspruchsvolles, satirisches Stück Arbeit und die meisten Kinder unter 18 Jahren werden die Satire nicht begreifen. Und wenn sie die Satire nicht begreifen, ist es in der Tat viel problematischer, als wenn Sie es tun.”

Der Verband der Lehrer und Dozenten fand laut DailyMail zudem heraus, dass Videospiele die Gewalt unter den Schülern schüren würden.


PS: Folge uns auf Twitter oder abonniere unseren RSS Feed, um nichts zu verpassen!


Verwandte Preisvergleiche

Kommentare zu "GTA 5: Britischer Teenager raubt Bank mit Plastikpistole aus – Medien stürzen sich erneut auf Videospiele"

Warum müssen es immer Viedospiele sein?
Eltern lassen die Kleinen auch vor dem Fernseher sitzen obwohl gerade ein gewalttätiger Film läuft!!

Das macht nichts??
Immer das gleiche! Es muss immer einen Schuldigen geben!