Logo von GamigoNach dem Eigentümerwechsel bei der Gamigo AG plant der neue CEO Remco Westermann offenbar weitere Übernahmen von Browsergames-Publishern. Laut Westermann möchte man sich bei Gamigo zukünftig jedoch vor allem auf die Kernmarken des Unternehmens konzentrieren. Dabei scheint der neue CEO den richtigen Blick für den sich im Wandel befindenden F2P-Markt zu besitzen.

Die unbeschwerten Zeiten sind vorbei

Die aktuell in dem Segment stattfindende Konsolidierung hält Westermann für eine natürliche Bereinigung, welche auch in anderen Märkten nach einer Aufbruchsphase nicht ungewöhnlich ist. Dass der neue CEO einen durchaus realistischen Blick auf den Markt hat, beweist er auch mit seiner Aussage im Bezug auf die Veränderungen, welche das Free2Play-Segment derzeit durchmacht.

Laut Westermann sind die unbeschwerten Zeiten in diesem Bereich eindeutig vorbei. Einige Unternehmen wird diese Erkenntnis hart treffen und es werden nur Unternehmen mit der richtigen Arbeitseinstellung und den richtigen Produkten auf Dauer bestehen können. Seiner Meinung nach besitze Gamigo bereits eine interessante Substanz. Mit rund 15 Titeln im Portfolio will man sich in der Zukunft vor allem auf die Kernmarken des Unternehmens konzentrieren und diese weiter ausbauen.

Keine halben Sachen

Von den 15 Marken, die sich derzeit im Besitz des Unternehmens befinden, werden momentan 10 betreut. Im Jahre 2013 und 2014 sollen fünf weitere Titel veröffentlicht werden. Dabei möchte man die Veröffentlichungen sorgfältig planen, um den Kunden keine „Bananenware“ anzudrehen, die erst nach dem Kauf reift.

Wenn man mit unfertigen Produkten auf den Markt kommt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie floppen. Gerade die ersten Kunden, die man gewinnt, sind doch die Meinungsmacher. Um diese nicht zu verprellen, muss man zumindest zu 98% mit einem Produkt fertig sein, um den Titel langfristig weiterentwickeln zu können. Natürlich kann und muss man Leute zur Closed Beta zulassen, aber irgendwann muss der Titel einfach `sitzen´

Auch ältere Titel wie Last Chaos oder Fiesta möchte man nicht vernachlässigen, sondern weiterhin stetig mit neuen Inhalten versehen, da man diese durch ihre treue Community als einen wichtigen Eckpfeiler des Geschäfts ansieht.

Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 100 Mitarbeiter in Hamburg und unterhält ein kleines Büro in New York. Im Zuge der Übernahme wurden zwar einige Stellen abgebaut, mit Blick auf die Zukunftsperspektive von Gamigo geht Westermann jedoch von wieder steigenden Mitarbeiterzahlen aus.


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Kommentare zu "Gamigo: Der neue CEO über die Zukunftspläne des Unternehmens"

"unbeschwerten Zeiten in diesem Bereich eindeutig vorbei"
Soso man hat also vorher nur auf der faulen Haut gelegen, das was die meisten Leute sich sicherlich schon da draußen gedacht haben aber danke für die Bestätigung.

"besitze Gamigo bereits eine interessante Substanz"
Ich hätte es nicht besser ausdrücken können, manche würden es sch…. nennen aber eine interessante Substanz klingt irgend wie netter.

"Von den 15 Marken"
Von den ich keine länger als 2 Tage mal angeschaut habe, ich bin mal wirklich gespannt was die daraus machen. Nachdem sie nun verkauft wurden ist dies Gamigos große Chance was ordentliches zumachen. mit den letzten Spielen haben sie sich auf jeden Fall keinen großen gefallen getan um ihr Einstiegsimage in der Brache zu verbessern. So sehe ich das zumindest. Sollten die neuen Spiele wirklich was werden, schau ich mir diese auch liebend gerne länger an als 2 Tage, das liegt aber ganz an denen was die mir vorsetzen.