Gamestop - LogoDer nach eigenen Angaben weltweit größte Videospiele-Händler GameStop legte vor Kurzem den Finanzbericht für das Fiskaljahr 2013 vor. Der Gesamtumsatz des Unternehmens sank dabei im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent. Umsatzverlust verzeichnet man dabei sowohl im Soft- als auch Hardware-Bereich. Im mobilen Segment stieg der Umsatz hingegen um ganze 290 Prozent.

Umsatzsteigerung im mobilen- und digitalen Segment

Ein nicht unerheblicher Teil der Einnahmen wird beim Videospiele-Händler durch den Gebrauchtspiel-Handel generiert. Während der wachsende Markt für digitale Verkäufe dem Händler bereits einen Teil seiner Einnahmen streitig macht, könnte sich die Entscheidung der beiden Soft- und Hardwarehersteller Sony und Microsoft verheerend auf das Geschäft auswirken.

Während von Sony noch nichts zum Thema bekannt ist und die Präsentation der Konsole erst im Juni auf der E3 in Los Angeles stattfindet, ist man sich bei Microsoft nach wie vor nicht über die Details einig, wie man nun mit gebrauchten Next-Generation-Spielen verfahren sollte. Aktuell ist eine Gebühr für Gebrauchtspiele im Gespräch, die schwammigen Aussagen diverser Microsoft-Mitarbeiter lassen allerdings keinen klaren Schluss im Bezug auf das Thema zu.

GameStop scheint jedoch bereits vorzusorgen und führt mittlerweile auch andere Produkte, wie Smartphones oder Tablets, in seinem Sortiment. Und die Rechnung scheint aufzugehen. So stieg der Umsatz im mobilen Segment laut dem Finanzbericht um satte 290 Prozent, während der Umsatz im digitalen Bereich um rund 47 Prozent zulegte.

Gesamtumsatz und Nettogewinn gesunken

Der Gesamtumsatz des Unternehmens ist dennoch um 6,8 Prozent von 2 Milliarden US-Dollar auf ca. 1,87 Milliarden geschrumpft. Der Verkauf von neuer Software sank um 3,8 Prozent. Bei der Hardware sind es sogar 30,6 Prozent. In dem Segment der Gebrauchtspiele ging der Umsatz um 7,5 Prozent zurück.

Auch der Nettogewinn ist im Vergleich zum Vorjahr um 17,9 Millionen US-Dollar gesunken. Während man das Geschäftsjahr 2012 noch mit 72,5 Millionen US-Dollar beendete, waren es im Geschäftsjahr 2013 “nur” 54,6 Millionen.

GameStop CEO Paul Raines äußerte sich in einer Erklärung dennoch sehr zuversichtlich. “GameStops anhaltende Gewinnspanne, wachsende Geschäftsfelder und der Zuwachs an Marktanteilen sind das Resultat der Ausführung unseres strategischen Plans. Wir freuen uns darauf, Kapital aus dem kommenden neuen Konsolenzyklus zu schlagen.“


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