Final Fantasy-Produzent Yoshinori Kitase hat sich in einem Interview zu den mangelnden Unterschieden zwischen amerikanischen und europäischen Spielproduktionen geäußert. Laut Kitase sehen sich die Titel aus den beiden Regionen zum Verwechseln ähnlich, da die Entwickler in Europa sich zu sehr an den US-Studios orientieren, ohne jedoch dabei eigene Akzente zu setzen.

Wie Kitase in einem Gespräch mit Nowgamer verriet, empfindet er es durchaus als positiv, des Öfteren auf den Begriff JRPG (Japanese Role-Playing Game) angesprochen zu werden, da er sich stets bemüht, den japanischen Aspekt in seinen Spielen hervorzuheben. Den sogenannten “westlichen Spielen” fehle ein solche Aspekt völlig, da sowohl amerikanische als auch europäische Titel sich zu sehr ähneln, ohne dabei die Alleinstellungsmerkmale einzelner Regionen zu betonen.

Als Beispiel zieht der Macher unter anderem die Film- und Musikindustrie heran, wo sich klare Unterschiedene zwischen amerikanischen und europäischen Produktionen hervortun. „Wenn wir uns den Bereich Musik anschauen, dann sind der britische Rock und der amerikanische Rock komplett unterschiedlich”, erklärt der Entwickler. “Wenn wir uns aber die Videospiele anschauen, so kann ich hier keinen großen Unterschied zwischen den Produktionen aus Nordamerika und Europa feststellen”.

Die Repräsentation verschiedener kultureller Werte sei jedoch wichtig, damit die Videospielindustrie als Teil der Kultur angesehen werde und weiter gedeihen könne. Aus diesem Grund werden auch seine zukünftigen Projekte das einzigartige Flair der japanischen Spiele aufweisen, so der Macher.


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