Das Warten auf den diesjährigen Ableger der beliebten Fußball-Simulation FIFA aus dem Hause EA hat ein Ende: Am 25.09.2014 feierte FIFA 15 in Europa sein offizielles Release. Erhältlich ist das Spiel u.a. für PC, Xbox One, PS4, Xbox 360 und PS3. Doch was hat der Titel zu bieten und wie groß sind die Unterschiede zum Vorgänger?

FIFA 15 so realistisch wie nie?

Wer schon mal in einem großen Fußballstadtion war weiß, dass die Atmosphäre dort einmalig ist. Wenn tausende Fans ihre Mannschaft im Chor anfeuern, kann das schon mal für Gänsehautmomente sorgen. Doch kommt dieses Gefühl auch in FIFA 15 auf?

In Sachen Publikum hat EA noch einmal aufgestockt. Die Zuschauer lassen das Stadion lebendig werden, wirken nicht mehr wie eine einzige homogene Masse, fiebern mit und reagieren auf das Spielgeschehen. Unterscheiden lässt sich das Publikum nach Verein, Liga, Land und Kontinent durch seine Verhaltensweisen, Vereinsgesänge und Anfeuerungsrufe.

Doch nicht nur die Fans auf den Rängen, auch die Spieler zeigen Emotion und werden durch die Ereignisse auf dem Platz beeinflusst. So kann es beispielsweise vorkommen, dass ein Spieler seinen Gegner nach einem üblen Foul zur Rede stellt oder die Mannschaft auf den Torwart sauer ist, wenn dieser sich einen Patzer geleistet hat, der zu einem gegnerischen Tor führte.

Allerdings setzen die emotionalen Gesten der Spieler zumindest in der PC-Version teilweise etwas „ruckelig“ ein – nach einem Tor brauchen die Spieler z.B. eine gewisse Zeit, bevor sie dieses dann auch tatsächlich bejubeln.

FIFA 15 - Torjubel

Tooooooor – Und das ganze Stadion jubelt mit

Neben den Emotionen wurden auch die Spielermodelle aufgefrischt – diese wirken nun stärker und athletischer und viele Gesichter haben einen hohen Detailgrad – allerdings sind auch dieses Mal wieder einige Spieler dem Baukasten zum Opfer gefallen. Während große Stars wie etwa Manuel Neuer oder Bastian Schweinsteiger tatsächlich nah ans Original rankommen, haben weniger bekannte Spieler nicht ganz so viel Liebe bekommen.

Ebenfalls für mehr Realismus sorgen die Trikots, die sich entsprechend der Umgebung verhalten und im Spielverlauf  je nach Einsatz des Trägers Schmutz- und Grasflecken aufweisen. Apropos Gras, auch der Rasen verändert sich im Laufe eines Spiels. Stollen und Grätschen hinterlassen hier genau so Spuren wie auf dem echten Platz. Wackelnde Torpfosten, animierte LED-Werbebanden und die Eckfahnen-Physik tun ihr Übriges für eine realistische Stimmung.

Nicht wirklich zu einer beeindruckenden Atmosphäre tragen allerdings die deutschen Kommentatoren bei – auch dieses Mal ist wieder das Duo Manni Breuckmann und Frank Buschmann mit an Bord.

Deren Sprüche nutzen sich leider ziemlich schnell ab und passen auch nicht immer zum tatsächlichen Spielgeschehen. So kam es bei uns beispielsweise vor, dass die Kommentatoren sich über ein tolles Tor freuten… allerdings ist dieses nie gefallen, vielmehr gab es eine Abseitsposition im Mittelfeld.

Spieler zeigen Einsatz

Die beste Atmosphäre im Spiel und ein hoher Realismusgrad bringt aber natürlich wenig, wenn das eigentliche Geschehen auf dem Rasen, das Verhalten der Spieler und des Balles zu wünschen übrig lässt. Wie sieht es also in diesem Bereich bei FIFA 15 aus?

Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung kündigte EA an, dass man die Torhüter im neuen Teil grundlegend überarbeiten werde. Diese wurden mit über 50 neuen Parade-Animationen ausgestattet sowie die KI verbessert. Zwar leisten diese sich immer noch den einen oder anderen Patzer, agieren nun aber insgesamt realistischer und machen es dem Gegner schwerer, ein Tor zu schießen.

FIFA 15: Keeper

„Next-Gen“-Torhüter in FIFA 15

Aber auch bei den Feldspielern sind Änderungen spürbar. Hier hat EA das Dribbling- und Ballkontrollesystem überarbeitet, sodass Drehung, Drall und Flug nun akkurater sind und der Ball sich nach jedem Kontakt authentischer bewegt.

Durch die etwas heruntergedrehte Spielgeschwindigkeit können Angriffe genauer geplant und ausgeführt werden. Und auch bei den Zweikämpfen geht es nun intensiver zur Sache. Da wird mit den Schultern gerempelt, geschubst und am Trikot gezerrt, um dem Gegner den Ball abzuluchsen.

Mitspieler und Computer-Gegner reagieren außerdem nun besser auf die aktuelle Spielsituation und passen sich den Begebenheiten an. So versucht der im Rückstand liegende Gegner beispielsweise durch hohe Bälle in den Strafraum den Rückstand aufzuholen, während er bei einer Führung auf Zeit spielt. 


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