Nachdem das Entwicklerstudio Polytron am vergangenen Samstag überraschend die Einstellung von FEZ 2 bekanntgegeben hat, tauchten wenig später auch Details auf, wie es zu der Entscheidung kam. Grund dafür war ein Streit zwischen den Entwicklern und dem Redakteur Marcus Beer. Nun meldete sich auch Cliff Bleszinski mit einem offenen Brief an den FEZ-Schöpfer Phil Fish zu Wort.

In seinem Schreiben bittet der ehemalige Epic Games-Mitarbeiter und Gears of War-Macher den Indie-Entwickler, seine Entscheidung zu überdenken und den Job wieder aufzunehmen.

„Du schuldest keinem Spielejournalisten irgendetwas. Wir haben den Aufstieg von vielen „Rush Limbaughs“ (US-amerikanischer Radiomoderator und Entertainer, Anm. d. Red.) in der Spieleindustrie gesehen – Leute, die Videos oder Podcasts machen, um Finger in offene Wunden zu legen und so die Gaming-Community bei Laune zu halten, wegen Klicks.

Aber du schuldest deiner Community ein großartiges Produkt, etwas, von dem ich hoffe, dass du damit in naher Zukunft weiter machst. Die Industrie braucht Menschen wie dich, die zuerst mit ihrem Herzen statt mit ihrem Gehirn sprechen, denn ich werde dieser genehmigten und angemessenen PR-Antworten langsam überdrüssig. Ich bin Spiele leid, die sich anfühlen, als wären sie von Fokusgruppen oder von ahnungslosen Führungskräften nach dem Motto entwickelt worden ‚Hey, Call of Duty ist riesig, wir brauchen auch so etwas'“.

Zum Schluss schreibt er: “Komm zurück, Phil. Wir vermissen dich schon. Vielleicht werde ich direkt hinter dir sein, wenn du mit einer Haut aus Adamantium zurückkehrst.” Ob Bleszinski den Entwickler mit seinem Brief noch umstimmen kann?


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Kommentare zu "FEZ 2: „Komm zurück, Phil“ – Offener Brief von Cliff Bleszinski an Phil Fish"

Ich kenne die Umstände ja warum er gegangen ist ist ja überall nach zu lesen und der Redakteure war einfach nur die Spitze des Eisbergs. Aber dennoch einfach zu gehen weil ein ein rauer Wind entgegen weht ist ziemlich, naja. Die Spiele Industrie ist nun mal kein Ponyhof und da wird mit harten Bandagen gekämpft von allen seiten aus. Wenn man damit nicht klar kommt muss man gehen, aber sowas sollte ein auch vorher klar sein. Wenn man jetzt so tut als sei man davon vollkommen überrascht denn ist man doch etwas gutgläubig.